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Montag, 13.08.2018

Stefan Kretzschmar golft in Ullersdorf

Zum vierten Mal organisieren Gastronomen das Turnier. Sie wollen damit auch Weltoffenheit demonstrieren.

Von Bernd Goldammer

Handballer Stefan Kretzschmar ging in Ullersdorf mit dem Golfwagen an den Start.
Handballer Stefan Kretzschmar ging in Ullersdorf mit dem Golfwagen an den Start.

© Bernd Goldammer

Pegida-Schlagzeilen kratzen am Image von Dresden. Gastronomen wollen etwas dagegensetzen und eine andere Stadt erfahrbar machen. „Als Dresdner Hoteliers und Gastronomen sind wir Gastgeber für jedermann und vertreten das weltoffene Dresden“, erklärte Gerd Kastenmeier seinerzeit im Namen aller Partner. Sie beschlossen, gemeinsam zu handeln. Hier beginnt die Erfolgsgeschichte der „Dresden Open“. Die führte auch in den Radeberger Ortsteil Ullersdorf auf die Golfanlage. Nun schon zum vierten Mal.

Dresden ist nicht Pegida, lautete die Botschaft. Das deutschlandweite Zeichen sei weithin verstanden worden. Die Starterlisten seien voll gewesen, so die Veranstalter. „Unsere Kapazitäten sind wieder ausgereizt“, machte Marten Schwass, der geschäftsführende Direktor des Hotels Taschenbergpalais Kempinski, bei der Turnier-Eröffnung am Freitag in Ullersdorf deutlich. Punkt 11 hallte der Startschuss über den Golfplatz. Uwe Neumann, der Geschäftsführer der Golfanlage Ullersdorf, feuerte ihn ab. Danach flogen und rollten die Golfbälle an allen Löchern der Anlage. Zahlreiche Prominente waren unter den Gästen: Rennrodlerin Sandra Kiriasis, Handballer „Kretsche“ (Stefan Kretzschmar), Radsportler Olaf Ludwig, Moderator Werner Schulze-Erdel und Rallyefahrer Walter Röhrl waren zum Beispiel in Ullersdorf dabei. Zur Stärkung der Teilnehmer hatte Gerd Kastenmeier am Sonnabend in sein Restaurant eingeladen.

Für das Turnier wurde auf den Golfanlagen Ullersdorf und Possendorf gespielt. Sonnabend tauschten die Spieler die Plätze. Und einige von ihnen wollten sich auch auf der Hole-in-One-Steintafel im Klubhaus verewigen.

Hole-in-One oder Ass ist etwas sehr Seltenes. Dabei gelingt es dem Spieler, den Golfball vom Abschlag mit einem einzigen Schlag ins Loch zu befördern. Erkki Mäkelä gelang das 1995 auf der Ullersdorfer Golfanlage zum ersten Mal. Erst vier Jahre später vollbrachte Tina Kunzer das Kunststück erneut. Inzwischen ist der Schlag nicht mehr ganz so ungewöhnlich. 24 Namen sind mittlerweile an der „Hole in One“-Steintafel in Messing eingraviert.