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Montag, 20.08.2018

Staffelstabübergabe beim Sommerfest der Rennrodler

Von Stephan Klingbeil

Trainer Uwe Günther (r.) wurde beim Sommerfest des RRC Altenberg auch von Nachfolger Steffen Sartor (l.) verabschiedet. Foto: Egbert Kamprath
Trainer Uwe Günther (r.) wurde beim Sommerfest des RRC Altenberg auch von Nachfolger Steffen Sartor (l.) verabschiedet. Foto: Egbert Kamprath

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Nach rund 19 Jahren ist Schluss in Altenberg. Rennrodel-Landesstützpunkttrainer Uwe Günther ist in diesem Sommer zum Stützpunkt nach Oberwiesenthal gewechselt. Der 61-Jährige war einst von dort ins Osterzgebirge abgestellt worden und formte mehrere Nachwuchssportler zu Toptalenten, die in der Weltspitze fuhren und fahren, zuletzt die frühere U 23-Weltmeister Aileen Frisch und die dreifache Einzel-Juniorenweltmeisterin Jessica Tiebel.

Nun kehrt er nicht nur am Wochenende zurück in seine Heimat, sondern auch unter der Woche und gibt dort sein Wissen weiter. „Das Pendeln hat ein Ende. Es war aber eine schöne Zeit in Altenberg, wir haben viele Erfolge feiern können“, sagt Günther. Und so ganz weg sei er auch nicht. Im Winter werde er weiterhin „seine Mädels“ am hiesigen Landestützpunkt mitbetreuen. Seine bisherigen Aufgaben mit Sachsens Nachwuchs-Elite im Kohlgrund teile er sich nun aber mit dem neuen Chefbundestrainer der Junioren, Steffen Sartor.

Der routinierte 46-Jährige aus dem Altenberger Ortsteil Bärenfels hatte den Posten vor Kurzem übernommen und wird zudem ganzjährig die Talente am Stützpunkt im Osterzgebirge betreuen. „Er hat international einen Haufen Erfahrung gesammelt, war in Kanada, in der Schweiz und in Südkorea, er wird sein Wissen einbringen“, sagt Günther zu seinem Nachfolger.

Sartor bildete einst mit dem Erfurter Steffen Wöller eines der erfolgreichsten Rennrodel-Doppelsitzer der 1990er und 2000er Jahre. Das Duo wurde dreimal Deutscher Meister, 2001 Gesamtweltcupsieger, 2004 Europameister, zweimal Vize-Weltmeister und 2000 Teamweltmeister.

In den vergangenen fünf Jahren hatte Sartor das südkoreanische Nationalteam als Cheftrainer bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang betreut und es zu Achtungserfolgen geführt. Der Sachse folgt jetzt ausgerechnet auf Wöller, der bisher das Juniorenteam geleitet hat. Wöller übernimmt die B-Mannschaft und wird diesen Anschlusskader neu strukturieren. Als Trainerkollege steht ihm fortan Andi Langenhan zur Seite, der im Mai als aktiver Rennrodler zurückgetreten war. Die Betreuung der neuen Disziplin Damen-Doppelsitzer wird ebenfalls an das B-Team angegliedert.

Beim Sommerfest des RRC Altenberg an diesem Sonnabend in Altenberg wurde Uwe Günther offiziell verabschiedet und Rückkehrer Sartor als neuer Chefcoach der deutschen Junioren am Landestützpunkt begrüßt. Im Rahmen des Fests veranstaltete der Verein auch einen Tag der offenen Tür, bei dem Sachsens Toptalente ihren Sport vorstellten. „Es war gut besucht, viele interessierte Eltern und ihre Kinder wollten hier den Rennrodelsport kennenlernen“, sagt RRC-Präsident Jürgen Tiebel.