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Mittwoch, 13.06.2018 Kommentar

Stärkung der Theater ist überfällig

Frank Seibel über 40 Millionen für sächsische Kulturräume.

Frank Seibel
Frank Seibel

© nikolaischmidt.de

Auf einmal geht alles ganz fix. Jahrelang mühte sich die Kunstministerin ab, um die Theater in den ländlichen Regionen zu stärken. Dagegen standen ein rigider Sparkurs und die Frage, wie sehr sich der Freistaat in kommunale Kulturpolitik einmischen darf.

Nun sieht sich die neue Staatsregierung unter Druck, Steuermittel wesentlich großzügiger zu verteilen, um vor allem in den ländlichen Räumen das soziale und kulturelle Leben zu stärken. Mit Blick auf die sächsische Theaterlandschaft ist das dringend nötig. Jahrelang haben Schauspieler, Sänger, Tänzer und Theaterleute hinter den Kulissen mit starken Lohneinbußen den Betrieb der kommunalen Bühnen aufrechterhalten.

Kultur ist nicht Luxus, sondern Lebensmittel. Dieser Gedanke liegt dem noch immer vorbildlichen sächsischen Kulturraumgesetz zugrunde. Das gilt ganz besonders für die Theater. Sie sind zentraler Bestandteil einer Infrastruktur, die nötig ist, um ländliche Räume auch für Unternehmen mit hoch qualifizierten Arbeitskräften attraktiv zu machen. Es ist richtig, die Theater zu stärken. Und es ist gut, dass der Freistaat dies nicht den Kommunen überlässt, die mit den nötigen Tarifanpassungen überfordert wären.

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