erweiterte Suche
Samstag, 18.08.2018

Spürhunde schlagen im Alaunpark an

Bei einem Großeinsatz der Polizei sind Drogenverstecke gefunden worden.

Von Sandro Rahrisch

Berittene Polizisten im Alaunpark (Archivbild).
Berittene Polizisten im Alaunpark (Archivbild).

© Symbolfoto: Robert Michael

Im Kampf gegen Straßenkriminalität hat die Polizei am Donnerstag den vierten Tag in Folge Dutzende Einsatzkräfte in die Dresdner Neustadt geschickt. Diesmal griffen die Beamten sieben Deutsche und einen Mann aus Guinea auf, die Marihuana oder Haschisch bei sich hatten. Der Westafrikaner habe sich der Kontrolle widersetzen wollen und müsse sich nun auch wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten, teilte die Polizei am Freitag mit.

Bei einem weiteren Mann, einem 16-jährigen Griechen, fanden die Polizisten eine kleine Menge Kokain. Im Einsatz waren auch die Rauschgiftspürhunde der Polizei. Diese entdeckten auf dem Alaunplatz drei Drogendepots mit kleineren Mengen Marihuana und etwa sechs Gramm Haschisch. Insgesamt seien 14 Strafanzeigen gefertigt worden. Demgegenüber stehen 131 Passanten, bei denen die Personalien kontrolliert wurden. Ein weiterer Mann habe eine Ordnungswidrigkeitsanzeige erhalten. Der Deutsche führte ein Messer mit sich.

An dem Einsatz am Donnerstag waren 85 Beamte beteiligt. Teile der Neustadt stuft das Innenministerium als gefährliche Orte ein. Dazu zählen der Alaunplatz, der Albertplatz, der Platz vor der Scheune und die Kreuzung Louisenstraße/Rothenburger Straße/Görlitzer Straße. Dort darf die Polizei ohne konkreten Anlass zum Beispiel Personalien kontrollieren. Der Rosengarten am Neustädter Ufer, an dem laut Polizei auch immer häufiger Drogen gehandelt und gelagert werden, soll vorerst nicht in die Liste gefährlicher Orte aufgenommen werden. Seit Anfang 2016 führte die Dresdner Polizei schon knapp 130 Großkontrollen in der Äußeren Neustadt durch. Die ständigen Kontrollen haben das Ziel, das Viertel speziell für Drogenkriminelle unattraktiv zu machen. (mit SZ/csp)