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Mittwoch, 28.03.2018

Spielend russisch lernen

Beim Bundescup spielen ein Könner und ein Anfänger zusammen. Wer das am besten kann, darf nach Moskau.

Von Jens Hoyer

Pauline Müller, Ines Fallack, Die Russischlehrerin Monika Brosch, Marlene Reichenbach und Katharina Obst spielen „New Amici“.
Pauline Müller, Ines Fallack, Die Russischlehrerin Monika Brosch, Marlene Reichenbach und Katharina Obst spielen „New Amici“.

© Jens Hoyer

Döbeln. Die russischen Wörter für Essig und Öl hat Katharina schnell aus dem Gedächtnis hervorgekramt. Aber was noch mal ist das Wort für Kräuter? Da hilft auch die Gedankenstütze von Russischlehrerin Monika Brosch wenig, es ähnle dem Wort für Gras. Dafür hat sich Marlene russischen Wörter für ein Viertel und ein Drittel gemerkt. Am Dienstag sitzten die beiden Mädchen am Spieltisch nebeneinander. Katharina Obst aus der 8. Klasse lernt in der Schule Russisch, Marlene Reichenbach hat eigentlich Französisch als zweite Fremdsprache. Als Zweierteam kämpfen sie sich beim Brettspiel „New Amici“ durch die Schulrunde beim Bundescup Russisch. Dabei kommen immer ein Russischkönner und ein Russisch-Neuling zusammen. Zweimal darf der Könner dem Neuling bei Vokabeln helfen.

Pauline Müller und Ines Fallack, beide aus der 10. Klasse, sind schon zum vierten Mal ein Team. „Wir haben es sogar schon mal nach Chemnitz geschafft“, erzählt Pauline Müller, die eigentlich Latein lernt und in diesem Spiel der Russisch-Neuling ist. Wobei, so neu ist die Sprache mittlerweile gar nicht mehr für sie: „Irgendwas bleibt immer hängen.“

Zu den Veranstaltern des bundesweiten Wettbewerbs gehört das Deutsch-Russische Forum mit Unterstützung verschiedener Partner. „Wir sind seit zehn Jahren dabei, so lange gibt es den Wettbewerb schon“, erzählt Monika Brosch. Bis in die Endrunde hat es aber noch kein Team aus dem Lessing-Gymnasium geschafft. Wobei, interessant wäre das schon: Als Hauptpreis gibt es eine Reise nach Moskau.

An der Schulrunde in Döbeln haben sich diesmal vier Teams der 8. bis 10. Klassen beteiligt. Wobei die 10. Klassen zweimal vertreten waren, so Monika Brosch.