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Donnerstag, 14.06.2018

Sparkasse legt im Kreditgeschäft zu

Das Döbelner Bankinstitut konnte 2017 ein Umsatzplus verbuchen. Im aktuellen Jahr warten aber Herausforderungen.

Die Kreissparkasse Döbeln hatte im letzten Jahr 43736 Privatkunden.
Die Kreissparkasse Döbeln hatte im letzten Jahr 43 736 Privatkunden.

© André Braun

Döbeln. Betriebswirtschaftlich zählt die Kreissparkasse Döbeln zu den Besten der rund 400 Sparkassen Deutschlands. Für ihr Kreditgeschäft und ihre Ergebnisse in den Bereichen Versicherung, Bausparen, Wertpapiere und Leasing erhielt das Bank-institut jüngst eine Auszeichnung auf der 1-Voraus-Gala des Deutschen Sparkassenverbandes.

Rückblickend auf das Geschäftsjahr 2017 konnte die Sparkasse positive Zahlen präsentieren: Die Bilanzsumme ist um 1,7 Prozent gesteigert worden und liegt mit 828 Millionen. Euro weiterhin auf einem stabilen Niveau. Das verwaltete bilanzielle und außerbilanzielle Kundenvermögen stieg auf 899 Millionen Euro. Dieses Wachstum resultiere unter anderem aus dem guten Wertpapiergeschäft. In den Kundendepots wurden zum Jahresende rund 156 Millionen Euro betreut. Das waren 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Die positiven Entwicklungen der Aktienkurse und Investmentfonds im vergangenen Jahr trugen ebenfalls dazu bei. „Unser Ziel ist es, die Beratung für unsere Kunden interessant, erlebnisreich aber vor allem nutzenbringend zu gestalten.“ verdeutlichte Thomas Gogolla, Vertriebsvorstand der Kreissparkasse Döbeln. Ein Kernstück stelle dabei die Beratung zu staatlichen Fördermöglichkeiten und der Altersvorsorge dar. „Wir möchten, dass unsere Kunden die Geschenke des Staates kennen und für sich nutzen können“ so Gogolla.

Besonderes Augenmerk legt die Kreissparkasse Döbeln in der aktuellen Marktlage auf das Kreditgeschäft. Es sei daher positiv zu bewerten, dass das Kundenkreditgeschäft um 13,6 Prozent ausgebaut werden konnte. 2017 wurde im privaten und gewerblichen Sektor ein Kreditvolumen von 106 Millionen Euro ausgereicht. „Diese positive Entwicklung ist das Ergebnis einer strikt an den Bedürfnissen der Kunden ausgerichtete Strategie und einer großartigen Leistung der Mitarbeiter unseres Hauses.“ so Thomas Gogolla.

Die Sparkasse Döbeln ist mit 172 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber der Region. Das Kreditinstitut ist im Geschäftsgebiet des Altkreises Döbeln mit sechs Filialen, zwei Selbstbedienungsstandorten und einer Bargeldagentur vertreten. Obwohl das Filialnetz der Kreissparkasse Döbeln auch in naher Zukunft stabil bleiben soll, befindet sich das Haus mitten in der nächsten großen Veränderung – der Digitalisierung der Banken. Es werde stetig daran gearbeitet, die Angebote in der Internet-Filiale sowie der Sparkassen-App zu erweitern.

Digitalisierung ist auch das Schlagwort, wenn es um Bezahlvorgänge geht. Kontaktloses Zahlen mit Kunden- oder Kreditkarten, die Geldsendefunktion „Kwitt“ der Sparkassen-App oder die Einführung des mobilen Bezahlens mit dem Smartphone sind wichtige Themengebiete, mit denen sich die Kreissparkasse Döbeln beschäftigt. „Es ist uns ein Anliegen, die Geschäfts- und Gewerbetreibenden bei dieser Entwicklung mitzunehmen, zu begleiten sowie individuell zu beraten. Unterstützung erhalten wir in diesem Themenfeld von unserem Partner – dem Sparkassen Händlerservice,“ erklärt Uwe Krahl, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Döbeln.

Die positiven Ergebnisse der Sparkasse Döbeln machten es möglich, dass das regionale Kreditinstitut auch im Jahr 2017 ein Spenden- und Sponsoring-Volumen in Höhe von rund 145 000 ausgeben konnte. Mit diesem Geld wurden Vereine, Veranstaltungen, Schulen und Städte unterstützt. Eine gute Zusammenarbeit gab es mit der Ostdeutschen Sparkassen-Stiftung, hieß es weiter. Mit deren Hilfe konnten Projekte wie die Restauration des Ballsaales im „Wilden Mann“ und des Abthauses im Kloster „Buch“ realisiert werden. Unterstützt wurden zudem das Stadtgut in Leisnig und Veranstaltungen im Rahmen des „Mittelsächsischen Kultursommers 2018“.

„Wir blicken mit Zuversicht auf das Jahr 2018 und sind davon überzeugt, mit Hilfe unserer Mitarbeiter an die positiven Ergebnisse von 2017 anzuknüpfen,“ sagt Uwe Krahl. (DA/vt)