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Donnerstag, 12.07.2018

Spätere Zugverbindungen gefordert

Der Kreistag soll nach einem Beschluss den Zvon dazu bringen, seine Fahrpläne 2019 zu ändern. Bisher fahren die letzten Züge um 21 Uhr.

Von F. Seibel und C. Köhler

© André Braun

Der Kreistag will sich dafür einsetzen, dass auch künftig noch Züge zwischen Zittau, Görlitz und Weißwasser nach 22 Uhr fahren. Das Gremium folgt damit einstimmig einem Antrag der Fraktion von Bündnis 90/ Die Grünen. So werden die Vertreter des Landkreises laut Antrag aufgefordert, im Verkehrszweckverband Zvon auf eine Änderung der Pläne für das Jahr 2019 hinzuwirken. Die Partei Die Linke hatte den Antrag vervollständigt, indem sie auf die Belange des Nordens im Kreisgebiet verwiesen hat. „Es wäre völlig kontraproduktiv“, so Linken-Kreisverbandsvorsitzender Dierk Kunow, „wenn im Rahmen der Strukturwandeldebatte jetzt die Fahrtzeiten der Züge gekürzt werden würden“, sagte er bei einer Diskussionsrunde im Weißwasseraner Parteibüro am Mittwoch. Ein Theater- oder Kinobesuch in Görlitz sei für die im Norden des Landkreises wohnenden Bürger dann nicht mehr über öffentliche Verkehrsmittel möglich.

Erst im Frühjahr hatte die Verbandsversammlung den Rahmen für den Fahrplan beschlossen, der im Dezember dieses Jahres in Kraft tritt. In diesem Plan werden die letzten Züge der Odeg auf dieser Strecke um eine Stunde nach vorne gezogen. So soll der letzte Zug von Zittau über Horka und Weißwasser nach Cottbus um 21 Uhr starten, der letzte Zug von Görlitz nach Zittau um 21.17 Uhr. Grünen-Sprecher Thomas Pilz sieht darin eine deutliche Verschlechterung der Lebensqualität in den ländlichen Räumen. Das würde seiner Auffassung nach auch der neuen Linie der sächsischen Regierung widersprechen, die die Verkehrsverbünde mit zusätzlichem Geld ausstatte. Zudem wird besonders von der Landbevölkerung eine späte Verbindung gefordert.