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Mittwoch, 28.03.2018

Solarworld erneut insolvent

Von Georg Moeritz

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Ein Mitarbeiter der Modulfertigung bei Solarworld präsentiert in Freiberg eine PERC-Zelle von Solarworld (Symbolfoto).
Ein Mitarbeiter der Modulfertigung bei Solarworld präsentiert in Freiberg eine PERC-Zelle von Solarworld (Symbolfoto).

© Jan Woitas/dpa

Freiberg. Fast ein Jahr nach der Pleite der Solarworld AG hat auch der Nachfolger mit Fabriken in Freiberg und Arnstadt einen Insolvenzantrag gestellt.

600 Beschäftigte müssen jetzt erneut um die Zukunft der Produktion von Solarzellen und Modulen in Ostdeutschland bangen. Auf Antrag der Solarworld Industries GmbH bestellte das Amtsgericht am Firmensitz Bonn am Dienstag den Anwalt Christoph Niering zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Solarworld-Sprecher Albrecht Handke sagte der SZ am Abend auf Anfrage, in den beiden Fabriken werde derzeit normal gearbeitet. Die anwesenden Mitarbeiter seien über die Insolvenz informiert. Das Unternehmen reagiere mit dem Antrag auf „weiter gesunkene Preise“. Außerdem wolle die EU-Kommission die Zölle gegen chinesische Konkurrenzprodukte auslaufen lassen. Solarworld hatte sich mehrfach für solche Schutzzölle eingesetzt.

Die Insolvenz der Solarworld AG im Mai vorigen Jahres kostete allein in Freiberg 700 Arbeitsplätze. Firmengründer Frank Asbeck kaufte zusammen mit Partnern aus dem Emirat Katar die beiden deutschen Fabriken aus der Insolvenzmasse und führte sie als GmbH weiter. Im September teilte er mit, dank guter Nachfrage 77 neue Mitarbeiter einzustellen und Leiharbeiter der Firma Trenkwalder zu nutzen.

Leser-Kommentare

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Insgesamt 16 Kommentare

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  1. Kanonikus

    Das ist doch schon die dritte Inolvenz, welche Herr Asbeck zu verantworten hat. Vielleicht sollte man an der Stelle einen Neuanfang wagen.

  2. JulesWDD

    Charmant finde ich, wie es Frank Asbeck immer wieder schafft, anderen Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen ... :-)

  3. Steinhardt

    Insolvenz ist doch schon lange ein Geschäftsmodell in Deutschland geworden. Mit chinesischen Modulpreisen der Solartechnik können deutsche Unternehmen so oder so nicht mithalten. Da helfen auch keine Leiharbeiter oder Billiglöhner aus den Fachkräfteländern. Der Chinese macht es trotzdem immer noch einen Cent billiger. Trump ist da auf dem besseren Weg unterwegs.

  4. Freier Bürger

    Wann werden eigentlich die Politiker und Beamten zur Rechenschaft gezogen, welche Milionen Euro an deutschen Steuergeldern in diese Pleitefirmen gesteckt haben? Die Merkelsche Energiewende ist gescheitert, wie die gesamte Politik des Merkel-Regimes! Es wird Zeit, endlich zunftsfähige Industrien in Freiberg anzusiedeln. Eine Weg wäre, den Handel mit Russland auszubauen, statt die US-amerikanische Kriegshetze zu unterstützen.

  5. JulesWDD

    @ # 4 "Freier Bürger" ... genau die Merkel war´s, die Merkel muss weg. So oder so ähnlich bläcken Sie und Ihre Konsorten doch regelmäßig am Montag Abend in Dresden. Ex oriente Lux ... es lebe Putin und seine Segnungen an Demokratie und Menschenrechten. Ich müsste schallend lachen, wenn es nicht so ausgesprochen schmerzhaft ist, solchen Quatsch wie Ihren zu lesen.

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