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Freitag, 09.11.2018

Sodexo will die Preiseerhöhen

Die Stadt gibt weiter Zuschüsse für das Schulessen. In den Genuss kommen aber nicht alle Schüler.

Von Jens Hoyer

Symbolfoto
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© dpa

Döbeln. Die Stadt Döbeln will das Schulessen weiterhin mit einem Zuschuss subventionieren. Einen entsprechenden Beschluss hatte jetzt der Stadtrat gefasst. Der Grund: Bisher hatte der Essenanbieter Sodexo unterschiedliche Preise für die drei Menüs, die an den Schulen angeboten werden. Entsprechend unterschiedlich war auch der Zuschuss der Stadt. In Zukunft werden diese drei Essen für denselben Preis angeboten. Da die drei Menüs im Rahmen einer monatlichen Mischkalkulation gleichwertig seien, sollen die Preise nun vereinheitlicht werden, um diese transparenter für die Kunden zu gestalten, so George Wyrwoll, Pressesprecher der Firma Sodexo. Der Zuschuss der Stadt beträgt künftig für jedes Essen 24 Cent. Eine Ausnahme ist die Grundschule Döbeln Ost, weil dort der Transport des Essens entfällt. Die Küche von Sodexo befindet sich auf dem gleichen Gelände.

Die einheitlichen Preise werden im kommenden Jahr eingeführt. Gleichzeitig will Sodexo die Preise generell anheben. Sie werden um 22 bis 24 Cent steigen. Sodexo-Sprecher George Wyrwoll gibt die höheren Kosten in allen Bereichen als Grund für die Erhöhung an. So seien zum Beispiel die Preise für Lebensmittel durch Ernteeinbußen 2017 und 2018 gestiegen. Auch Gas, Strom, Wasser, Abwasser und Treibstoff seien teurer geworden. Das Anheben der Mindestlöhne und die Ausweitung der Mautgebühren führen zu gestiegenen Kosten bei der Essenszubereitung.

Zum vorerst letzten Mal hatte Sodexo die Preise im Jahr 2015 nach Einführung des Mindestlohns auf 2,31 und 2,81 Euro pro Portion angehoben. Damals hatte die Stadt die Zuschüsse erhöht, sodass die Steigerungen zum Teil aufgefangen wurden. Im Jahr 2017 betrug der Zuschuss der Stadt nach tatsächlicher Portionszahl rund 17 500 Euro.

Allerdings gibt es diese Subvention nicht für alle Schulen. Das Gymnasium, wo auf Wunsch der Eltern etwas teureres Buffet-Essen angeboten wird, ist davon ausgenommen. Die Stadt begründet diese Ungleichheit damit, dass die Förderung des Mittagessens historisch gewachsen ist – und das Gymnasium noch nie etwas bekommen hat. Schulsprecher Axel Buschmann, der auch Stadtrat der SPD ist, sieht darin kein Problem: „Das war an der Schule noch nie ein Thema, es gibt darüber keine Diskussionen“, sagte er. „Es ist ungewöhnlich, dass sich eine Stadt so einen Zuschuss überhaupt noch leistet.“