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Donnerstag, 26.04.2018

Sicherungsarbeiten können bald starten

Mithilfe von Fördermitteln kann Wehlen die Burgruine an mehreren Stellen reparieren und Besucherströme leiten.

Von Nancy Riegel

Stadt Wehlen hat die beantragten Fördermittel in Höhe von 90 000 Euro aus dem Leader-Programm genehmigt bekommen und kann damit erstmals professionelle Arbeiten an der Burgruine durchführen. Diese sollen schon im Mai dieses Jahres vorbereitend starten und sich bis in den Herbst hineinziehen.

An diversen Stellen sollen Handwerker eingesetzt werden. Am umfangreichsten ist dabei die Sicherung der Stützpfeiler. Mittels dem Setzen von Ankern und der Verfugung soll die Statik verbessert werden. Das ist nicht ganz einfach, denn unterhalb der Pfeiler befinden sich Grundstücke, auf die keine Mauerteile krachen sollen. Außerdem hat die Sandstein-Treppenkonstruktion, die aus den 1950er- und 1960er-Jahren stammt, einige Reparaturen nötig. Weiterhin sollen vereinzelt Fundamente gegossen werden. Für den sicheren Tritt ist außerdem die Instandsetzung der Geländer vorgesehen – und die Installation an den Stellen, an denen eine Haltevorrichtung fehlt.

Burgruine in Mini


Die Sicherungsarbeiten sind nur ein Teil der Maßnahme. Mit dem Geld soll außerdem dafür gesorgt werden, dass Touristen die Burgruine finden und erfahren, auf welchem Hügel sie eigentlich gerade stehen. Dafür sind beschichtete Hinweistafeln geplant. Zudem sollen Stromleitungen verlegt werden und die Burgmauern dezent beleuchtet werden.

Schließlich soll der einstige Herrschaftssitz im Kleinformat abgebildet werden. Im Miniaturpark Kleine Sächsische Schweiz gibt es zwar bereits ein Modell der Wehlener Burganlage. „Aber das ist wohl historisch nicht ganz korrekt“, erläutert Bürgermeister Klaus Tittel (CDU). Es gibt deshalb die Überlegung, in Zusammenarbeit mit einigen Studenten ein ganz neues Burgmodell anzufertigen. Das soll wohl aber in diesem Jahr nicht mehr umgesetzt werden, stellt der Bürgermeister in Aussicht.

Für die Bauarbeiten plant die Stadt insgesamt rund 113 000 Euro ein. Davon sind etwas mehr als 20 000 Euro Eigenmittel aus Spenden für die Burgruine.

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