erweiterte Suche
Mittwoch, 08.08.2018

Senioren nicht allein lassen

Der Seniorenverein löst sich auf. Wer kümmert sich nun? Der Bürgermeister will abwarten, verspricht aber doch Hilfe.

Von Heike Sabel

© Symbolbild/dpa

Dohna. Die Unterstützung der Dohnaer Senioren ist nicht in Gefahr, sagt Bürgermeister Ralf Müller (CDU). Nur weil sich der Seniorenverein auflöst, leiden nicht automatisch 150 Leute. Auch weil sich ältere Menschen nicht immer als Senioren im Sinne einer Seniorengruppe fühlen, sagt Müller.

Er verweist auf das besondere Licht der Vereinsgründung vor zwölf Jahren und will abwarten, was mit dem Verein tatsächlich passiert. Damit war der Verein aus der Gruppe der Volkssolidarität hervorgegangen. Die hatte die Beiträge erhöht, was für Unmut sorgte und schließlich zur Gründung des Vereins führte. Der hat nun seine Auflösung beschlossen, nachdem sich niemand fand, der anstelle der ausscheidenden Vorstandsmitglieder die Verantwortung übernehmen wollte. Aus Sicht des Vereins gibt es nichts mehr abzuwarten, beschlossen ist beschlossen. Letzter Akt wird Anfang Dezember die Weihnachtsfeier sein.

Bürgermeister Müller verspricht, dass die Stadt jedem Unterstützung anbieten will, der helfen will. „Wenn das Thema akut wird, wird sich in jedem Fall der Sozialausschuss des Stadtrates damit beschäftigen.“

So weit muss es vielleicht nicht kommen. Der Vorstand des Kulturvereins will sich am 22. August mit der Frage beschäftigen. Wobei Vorsitzende Ingrid Trute den Verein durchaus personell schon an der Grenze sieht. Immerhin ist er in seinem 25. Jahr auf fast 100 Mitglieder gewachsen.

Heidi Barthel, die Vorsitzende des Seniorenvereins, hofft immer noch auf eine Lösung. Vor allem für diejenigen Senioren, die nicht mehr rauskommen und zum Geburtstag und zu Weihnachten eine kleine Aufmerksamkeit vom Verein erhielten.