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Selectrona lässt hinter die Kulissen blicken

Der Kunststoffbetrieb im Osterzgebirge feiert mit Mitarbeitern und Familien. Sie erfahren, wie die Technik für ihr Auto produziert wird.

04.09.2017

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Selectrona-Mitarbeiter Eric Mende (Mitte) zeigt seiner Familie die Fertigung an einem Modell für einen Sortierautomaten. Seine Aufgabe ist es, dass die vielen Automaten, Roboter und Vorrichtungen in der Produktion aufeinander abgestimmt arbeiten.

© Egbert Kamprath

Osterzgebirge. Volkmar Mende guckt genau hin. Sein Sohn Eric Mende aus Reichenau erklärt eine Sortieranlage, welche die Lehrlinge der „Selectrona GmbH“ als Ausstellungsstück gebaut haben. Eric Mende ist bei Selectrona für die Prozessüberprüfung, das Industrial Engineering, verantwortlich. Er muss dafür sorgen, dass die vielen Automaten, Roboter und Vorrichtungen in der Produktion Hand in Hand arbeiten. Da muss auch eine solche Sortieranlage eingepasst werden. „Das bekommen wir ja sonst nie zu sehen“, sagt sein Vater Volkmar.

Die Selectrona GmbH hat am Sonnabend in Schlottwitz und Reinholdshain ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert und dazu einen Tag der offenen Tür für die Familien der Mitarbeiter und Partner des Betriebes organisiert. Spezielle Stationen haben die Mitarbeiter gezielt für die Besucher erstellt. Wer den Knopf an einer Vitrine drückte, ließ ein LED-Licht wie in einem modernen Autoscheinwerfer leuchten, das in einem Kunststoffgehäuse von Selectrona sitzt. Viele Mitarbeiter erklärten die Funktionen der Technik.

Das Zusammenspiel in einem Automaten erläuterten Benjamin Klan und Christoph Wills an einem Sensorgehäuse. Erst stanzt die Maschine ein kleines Metallblech, das als Kontakt dient. Ein Greifarm holt zwei andere Metallteile von einer Zulieferfirma und steckt alles in eine Metallform. Kunststoffkörner werden auf 290 Grad erhitzt, in die Metallform gespritzt – und fertig ist das Sensorgehäuse mitsamt Kontakten. 12  000 Stück am Tag kann Selectrona davon vollautomatisch herstellen. Der Automatenbediener muss nur noch Rohmaterial nachfüllen und die fertigen Teile abnehmen. Die gehen weiter nach England zur Montage der Elektronik. Der Sensor wird in Autoreifen eingebaut, misst den Druck und funkt ihn an die Bordelektronik.

Karl Hirschmeier und seine Kollegen in der Logistik verpacken die fertigen Gehäuse, bereiten die Warenpapiere vor und schicken alles auf den Weg. Bis zu 300 Paletten mit Ware verlassen an Spitzentagen den Betrieb. Hunderte Besucher waren am Sonnabend da.