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Samstag, 14.07.2018

SED-Diktatur und Mauerfall ganz neu

Seit Januar wird im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig umgebaut. Die fast 20 Jahre alte Dauerausstellung wird durch eine neue ersetzt. Die Eröffnung rückt näher.

Die Bronzeplastik „Jahrhundertschritt“ von Wolfgang Mattheuer steht vor dem Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig. Die neu konzipierte Dauerausstellung zu SED-Diktatur und Mauerfall wird Anfang November eröffnet.
Die Bronzeplastik „Jahrhundertschritt“ von Wolfgang Mattheuer steht vor dem Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig. Die neu konzipierte Dauerausstellung zu SED-Diktatur und Mauerfall wird Anfang November eröffnet.

© Sebastian Willnow/dpa

Leipzig. Die neu konzipierte Dauerausstellung zu SED-Diktatur und Mauerfall im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig wird Anfang November eröffnet. Die Umbauarbeiten seien bald beendet, sagte Direktor Jürgen Reiche. Schwerpunktthemen werden wie bisher die Diktatur in der DDR und der Widerstand dagegen sein. Allerdings sollten künftig auch die Transformationsprozesse nach der friedlichen Revolution 1989 dargestellt werden. Der Zeit nach dem Umbruch werde etwa ein Fünftel der neuen Schau gewidmet.

Der Umbau liege im Zeit- und auch im Kostenplan, sagte Reiche. Für die Neugestaltung standen vier Millionen Euro aus einem Sondertopf von Kulturstaatsministerin Monika Grütters zur Verfügung. Das Zeitgeschichtliche Forum gehört zur Stiftung Haus der Geschichte in Bonn. Jährlich zählt das Haus rund 100 000 Besucher.

Das Zeitgeschichtliche Forum war 1999 eröffnet worden. Seither wurde die Dauerausstellung zwar ergänzt, aber nicht grundsätzlich verändert. Jetzt werden zahlreiche neue Exponate in die Schau integriert. Zu den genauen Inhalten der Dauerausstellung wollte Reiche jedoch noch keine Angaben machen. „Ich denke aber, wir haben einen Weg gefunden, Geschichte anschaulich darzustellen“, sagte der Direktor. (dpa)