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Montag, 07.05.2018

Schwierige Zeiten im Rödertal

Nach dem bitteren Abstieg vom Radeberger SV und der Reserve vom HCR gibt es offenbar einigen Sand im Vereinsgetriebe.

© dpa

Handball. Selten hat ein Abstiegskampf für eine Mannschaft so eine geringe Bedeutung gehabt wie am vergangenen Wochenende für die Radeberger Damen um Trainer Sebastian Hartmann. Dabei war der Ausgang des Spiels beim HC Rödertal II keinesfalls egal. Siebenmeterspezialisten Sophia May vom RSV: „Wir wollten unbedingt die Rödertalbienen besiegen und zeigen, dass es auch nichts nützt, den Kader mit Bundesligaspielerinnen aufzustocken, wenn man gegen eine Mannschaft antritt, die in dieser Saison mehr zusammengewachsen ist denn je, die mit Leidenschaft kämpft und die ein Team ist.“

Bereits in der Kabine und zur Erwärmung kochten die Emotionen in der Großröhrsdorfer Halle hoch. Im Spiel selbst, das der Radeberger SV am Ende mit 29:28 (17:16) gewann, wurde das dann in sehr viel mannschaftliche Energie umgemünzt. Die Hartmann-Schützlinge setzten sich Tor für Tor gegen die Bundesliga-Reserve vom HCR zur Wehr. Selbst ein Vier-Tore-Rückstand in der 20. Minute konnte den enormen RSV-Kampfgeist nicht brechen und so gingen die Gäste mit einem Treffer Vorsprung in die Kabine.

Allen Unterstützern des Radeberger Frauenteams wurde dann eine unglaubliche zweite Halbzeit geboten. Mit dem Abpfiff wurde dann das gesamte Radeberger Team von Emotionen übermannt. Sophia May: „Die letzten Jahre unter diesem Trainer – mit unglaublichen Erfolgen und allen Widrigkeiten zum Trotz – waren der Hammer!“ Coach Hartmann selbst sagte: „Man konnte sehr gut erkennen, was Leidenschaft, unbedingter Wille und vor allem Teamgeist gegen individuelle Klasse erreichen können. Umso trauriger ist das Ende.“ Nun müssen die vereinsinternen Probleme beim RSV erst einmal geklärt werden. (SZ)