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Freitag, 14.09.2018 Kommentar

Schutz geht vor

Von Andreas Weller

SZ-Redakteur Andreas Weller.
SZ-Redakteur Andreas Weller.

© André Wirsig

Keine Frage: Eine Stadtverwaltung muss für die Bürger ansprechbar und erreichbar sein. Service ist die wichtigste Leistung, die eine Verwaltung den Einwohnern bietet. Dafür werden lange Öffnungszeiten, gut erreichbare und problemlos zugängliche Standorte benötigt und natürlich ein gutes Internetangebot.

Vor allem aber müssen die Mitarbeiter motiviert sein, um Bürgeranliegen schnell und unkompliziert zu bearbeiten. Sind die Bediensteten in ständiger Angst, angepöbelt oder gar körperlich attackiert zu werden, schadet das der Motivation. Deshalb sollte im Zweifel der Schutz selbstverständlich vorgehen.

Das bedeutet ja nicht gleich, das Rathaus mit unüberwindbaren Hürden auszustatten. Ein zentraler Eingang mit einer Sicherheitsschleuse wie im Justizzentrum seit 2009 könnte ein Vorbild sein. Dort ist täglich Publikumsverkehr und es entsteht nicht der Eindruck einer Abschottung. Eine kurze Kontrolle, um sicherzugehen, dass keine gefährlichen Gegenstände mit reingenommen werden, wäre sinnvoll. Schließlich geht ja wohl niemand mit einem Messer in der Tasche spazieren, der nur kurz einen Gang zum Amt plant.

Es darf nicht erst erneut einen Fall wie den Mord im Landgericht geben, bevor gehandelt wird.

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