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Montag, 08.09.2014

Schuld ist Andrea Berg

Er hat sie tausendmal gehört und deshalb Gelb-Rot provoziert? Dynamos Nils Teixeira über die Gründe seines Platzverweises.

Da weiß er, dass dieses Spiel für ihn gelaufen ist: Nils Teixeira im Moment der Gelb-Roten Karte.
Da weiß er, dass dieses Spiel für ihn gelaufen ist: Nils Teixeira im Moment der Gelb-Roten Karte.

© Robert Michael

Nils, die Gelb-Rote Karte war so überflüssig, dass die Frage nahe liegt: Wieso wollen Sie am kommenden Sonnabend nicht in Großaspach dabei sein?

Weil da Andrea Berg herkommt. Ich war in Großaspach ein, zwei Mal im Trainingslager, und da liefen ihre Lieder schon am Morgen. Nach zwei Tagen hatte ich einen Lagerkoller. Deshalb habe ich echt keine Lust, noch mal in dieses Berghotel zu fahren. Nee, Quatsch ... Der Platzverweis ist für mich sehr bitter, jetzt muss ich ein Spiel aussetzen. Aber die Reaktion der Mannschaft nach der Gelb-Roten Karte ist doch jetzt eher das Thema.

Und, wie fanden Sie die Reaktion?

Grandios. Vor allem Justin Eilers hat sich zwei, drei Getränke aufs Haus verdient. Also auf mein Haus ... Wir haben in Unterzahl echt bewiesen, dass wir einen Schritt nach vorne gemacht haben gerade in Sachen Reife. So ein Spiel zu drehen, ist nicht ganz einfach. Doch wenn man oben mitspielen will, muss man das auch mal schaffen.

Für die Unterzahl sind Sie verantwortlich gewesen mit zwei Gelb-würdigen Aktionen. Sehen Sie das genauso?

Naja, bei der ersten Gelben Karte war ich vielleicht etwas zu ungestüm. Ich wollte ein bisschen Stimmung in die Mannschaft bringen und habe mit meinem Gegenspieler gerangelt – und der fällt gleich um. Das macht er gut, damit habe ich nicht gerechnet. Mir war danach bewusst, dass ich gelbverwarnt bin und habe mich in den Zweikämpfen zurückgehalten. Bei der Szene im Strafraum berührt mich der Gegner dann wirklich ganz leicht. Doch der Schiedsrichter hat wahrscheinlich bemängelt, dass ich zu theatralisch hingefallen bin. Wenn ich mich einfach fallen lasse, ist das Ding auf meiner Seite.

Haben Sie kurz vorm Fallen daran gedacht, dass Dynamo den Elfmeter in der Phase gut hätte gebrauchen können?

Eigentlich muss ich ja schon ein paar Minuten früher das 2:1 machen, als ich ganz allein auf den Torwart zulaufe. Darüber habe ich mich geärgert und dann bei der Szene im Strafraum gedacht, die Situation ist ideal. Den Elfmeter nehme ich mit, das ist meist eine klare Sache. Ich konnte ja nicht damit rechnen, dass es so in die Hose geht.

Notiert: Tino Meyer

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