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Montag, 14.05.2018

Schüsse im nächtlichen Pulsnitz

Auf der Wittgensteiner Straße kam es in der Nacht zum Sonnabend zu Turbulenzen.

© dpa

Pulsnitz. Schüsse hallten in der Nacht von Freitag zum Sonnabend durch Pulsnitz. Die hatte nach den Informationen der Polizei ein betrunkener 34-Jähriger auf einem Grundstück an der Wittgensteiner Straße mit einer Schreckschusspistole abgegeben. Laut Polizei schoss der Mann offenbar mehrfach in die Luft. Verletzt worden sei durch die Schüsse niemand, so Polizeisprecher Thomas Knaup. „Passanten und Anwohner überwältigten den Tatverdächtigen.“ Dabei habe der Mann leichte Verletzungen erlitten, die anschließend vom Rettungsdienst versorgt wurden.

Der Mann war im Besitz eines Luftgewehrs, der besagten Schreckschusspistole und einer nicht schussfähigen Maschinenpistole vom Typ Kalaschnikow. Der Polizei wurden die Vorgänge gegen 2 Uhr bekannt. Die alarmierte Streife des Reviers Kamenz stellte die Schusswaffen sicher. Außerdem sei der Mann betrunken gewesen. Ein Atemalkoholtest habe bei dem Tatverdächtigen einen Wert von 2,26 Promille ergeben.

Mindestens zwei der drei Waffen gehörten nach derzeitigem Kenntnisstand einem 32-jährigen Bekannten. In dessen Kleingarten hatte man zuvor ausgiebig gefeiert. Die Eigentumsfrage der Waffen sei jedoch noch nicht abschließend geklärt.

Nun ermittelt die Kriminalpolizei. Die Beamten leiteten ein Strafverfahren gegen den 34-jährigen Tatverdächtigen ein. Es geht dabei um den Verdacht der Bedrohung. Gegen den 32-jährigen Bekannten läuft jetzt ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz bzw. das Kriegswaffenkontrollgesetz. Bei den Ermittlungen geht es auch um die leichten Verletzungen, die der mutmaßliche Schütze bei der nächtlichen Rangelei erlitt habe, so die Polizei. (SZ/ha)