erweiterte Suche
Donnerstag, 12.07.2018

Schüler kehren nach Bischofswerda zurück

Ein Jahr lang mussten Kinder und Lehrer nach Bautzen pendeln. Ihr Haus an der Kamenzer Straße war Baustelle.

Von Ingolf Reinsch

Die Schule zur Lernförderung an der Kamenzer Straße ist seit einem Jahr Baustelle. Bis zum 3. August sollen die Arbeiten abgeschlossen werden.
Die Schule zur Lernförderung an der Kamenzer Straße ist seit einem Jahr Baustelle. Bis zum 3. August sollen die Arbeiten abgeschlossen werden.

© Steffen Unger

Bischofswerda. Der Schuljahresstart in der Schule zur Lernförderung an der Kamenzer Straße in Bischofswerda ist gesichert. Die im vergangenen Sommer begonnenen Bauarbeiten am und im Haus werden bis zum 3. August abgeschlossen, sagte Dunja Reichelt, Pressesprecherin des Landratsamtes auf Anfrage der SZ. Klassenzimmer, die bereits fertig sind, sollen ab kommendem Montag eingeräumt werden. Nach dem Ende der Sommerferien soll es noch kleinere Restarbeiten in Nebenräumen geben. Sie werden den Schulbetrieb jedoch nicht einschränken, erklärte die Sprecherin.

Ein ganzes Jahr lang wurde im Haus gebaut. Der Landkreis als Schulträger investiert rund 925 000 Euro. Ein Schwerpunkt der Baumaßnahmen war die brandschutztechnische Sanierung des Gebäudes, das in der DDR als Poliklinik errichtet und in den 1990er Jahren zur Schule umgebaut wurde. Außerdem wurden die dezentrale Warmwasserbereitung modernisiert und die Heizung von Öl auf Gas umgestellt. Die Modernisierungsarbeiten in den vergangenen zwölf Monaten waren die umfangreichsten seit dem Einzug der Schule im Mai 1997.

Die Bauhaupt- und Trockenbauarbeiten sind weitestgehend abgeschlossen. Zurzeit sind mehrere Ausbaugewerke im Gebäude tätig: Tischler, Maler, Fußbodenleger, Elektriker, Wasser- und Heizungsmonteure sowie Lüftungsbauer. All das sieht sehr nach einem Wettlauf mit der Zeit aus. Eltern machten sich deshalb Sorgen, dass die Bauarbeiten rechtzeitig beendet werden.

Während des gesamten vergangenen Schuljahres war die Schule zur Lernförderung ins ehemalige Berufliche Schulzentrum an der Löbauer Straße in Bautzen ausgelagert. Eine Herausforderung für alle Beteiligten: Schüler und Pädagogen mussten pendeln. Das Landratsamt musste den Schülerverkehr sicherstellen. Jeden Morgen fuhren drei Sonderbusse von Bischofswerda nach Bautzen. Am Mittag ging es gestaffelt zurück. Wenige Wochen vor Ferienbeginn meldete sich ein Vater bei der SZ und beklagte Informationsdefizite über den Stand der Arbeiten und eine klare Aussage, wo ab Mitte August der Unterricht stattfindet. Dazu Dunja Reichelt: „Die Schulkonferenz wurde in der Sitzung vom 7. Mai 2018 zur Baumaßnahme und zum Umzug nach Bischofswerda informiert. Weitere Anfragen lagen dem Schulträger nicht vor.“

Im neuen Schuljahr, das am 13. August beginnt, lernen voraussichtlich 192 Kinder an der Schule zur Lernförderung Bischofswerda. Davon werden 137 Schüler im Schulgebäude auf der Kamenzer Straße unterrichtet und 55 in den Erziehungshilfeklassen in der Außenstelle im Gebäude der Grundschule Süd an der Ernst- Thälmann-Straße. Die Klassen für Erziehungshilfe waren von den Bauarbeiten im vergangenen Jahr nicht betroffen.