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Mittwoch, 19.09.2018

Schönste Erntekrone Sachsens kommt aus Crostwitz

Der Sorbische Dorfverein „Domizna“ gewinnt Wettbewerb beim Landeserntedankfest.

Der Sorbische Dorfverein „Domizna“ Crostwitz, beim Landeserntedankfest in Coswig vertreten durch Hanna und Siegbert Gruttke, fertigte die schönste Erntekrone Sachsens.
Der Sorbische Dorfverein „Domizna“ Crostwitz, beim Landeserntedankfest in Coswig vertreten durch Hanna und Siegbert Gruttke, fertigte die schönste Erntekrone Sachsens.

© Maik Bresan

Coswig/Crostwitz. Wer am Landeswettbewerb „Schönste Erntekrone - schönster Erntekranz“ des Sächsischen Landfrauenverbandes teilnimmt, weiß, dass er hier auf Kreativität trifft. Erntekronenbinden auf diesem hohen Niveau verlangt ein Höchstmaß an handwerklichem Geschick und Kunstfertigkeit. Am Wochenende zum Landeserntedankfest in Coswig wurden die schönsten Kronen und Kränze und diejenigen, welche diese Kunstwerke schufen, geehrt. Den Sieg geholt hat die Erntekrone aus Crostwitz.

Seit fast nun schon zehn Jahren beteiligt sich – nicht in jedem Jahr, aber dennoch regelmäßig – der Dorfverein „Domizna“ aus Crostwitz an diesem Wettbewerb, und das sehr erfolgreich. Es ist immer wieder eine Herausforderung, zur rechten Zeit das Getreide zu sammeln, das man für eine Krone braucht. In diesem Jahr war die Herausforderung groß, was die Leistung der Crostwitzer so besonders macht. Über 300 Arbeitsstunden waren für die Erntekrone notwendig.

Man konnte die Erleichterung, die Freude bei den Crostwitzern spüren, als sie unter langanhaltendem Applaus die Urkunde und das Präsent entgegennahmen. Etwa 2 500 Besucher der Erntekronenausstellung beteiligten sich und gaben ihr Votum für den Publikumsliebling ab. Das Urteil der Fachjury und der Besucher war in diesem Jahr einhellig: Die schönste Erntekrone des Freistaates Sachsen kommt vom Dorfverein. Als Thomas Schmidt (CDU), Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, dies bekannt gab, kannte der Jubel in der Peter-Pauls-Kirche von Coswig keine Grenzen. Denn mit den Crostwitzern freuten sich die über 500 anwesenden Gäste bei der Prämierung.

Am Sonntag gab es einen weiteren Höhepunkt. In Abstimmung mit dem Dorfverein „Domizna“ trugen die Landfrauen aus Bischofswerda die Krone in das Festzelt. Dort wurde sie an Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) übergeben. Er wertet die Krone als ein Zeichen, „das zum Nachdenken einlädt“. Sie werde, so ist er sich sicher, vielen Mitarbeitern und Besuchern der Staatskanzlei unter anderem vom Fleiß der Menschen, die für unser täglich Brot Sorge tragen, künden. (SZ)