erweiterte Suche
Montag, 17.09.2018

Schönheiten aus edlem Metall und Banknoten von A bis Z

Von Uwe Jordan

Deutschland bildet sich viel ein auf seine Fünf-Euro-Münzen mit integriertem Polymerring. Dabei gibt es weit schönere Stücke ähnlicher Machart, wie dieses lettische 5-Euro-Stück von 2016. Die 40mm Durchmesser habende lettische „Erde“ gibt’s nur in 5000 Exemplaren; 14Gramm 925er Silber; der Globus schwebend in superhartem, glasklarem Perlucor.Repro: Uwe Jordan(Keramik, drei- bis viermal höheren Härte- und Festigkeitsgrad als Glas, um den Faktor drei höhere thermische Belastbarkeit, Einsatz bei Temperaturen von bis zu 1.600° C, einzigartig hohe chemische Beständigkeit, die den Einsatz unter hochkonzentrierten Säuren und Laugen ermöglicht)Durchmesser 40 mm (Silber: 8 mm)gekauft bei ebay am 2.8. -Augusdt- 2017 für 150 EuroRepro / Sammlung: Uwe Jordan
Deutschland bildet sich viel ein auf seine Fünf-Euro-Münzen mit integriertem Polymerring. Dabei gibt es weit schönere Stücke ähnlicher Machart, wie dieses lettische 5-Euro-Stück von 2016. Die 40 mm Durchmesser habende lettische „Erde“ gibt’s nur in 5 000 Exemplaren; 14 Gramm 925er Silber; der Globus schwebend in superhartem, glasklarem Perlucor. Repro: Uwe Jordan

Marylin Monroe wusste einst: „Diamonds Are A Girl’s Best Friend“. Was bleibt da dem männlichen Teil der Bevölkerung? Nein, nicht Fußball oder Bier, nicht Hund oder Auto, sondern: Münzen. Freilich nicht schnöde Zahlungsmittel, wie sie in den Portemonnaies allgegenwärtig sind, sondern Sammlerstücken, wie sie am kommenden Sonnabend wieder auf der Börse der Hoyerswerdaer Numismatiker in der Lausitzhalle zu sehen sein werden. Nicht nur zum Anschauen sind sie da, sondern sie stehen zum Verkauf. Vielleicht kann man auch das eine oder andere Exemplar tauschen oder gegen Bares an den Mann – oder an die Frau bringen.

Wertanlage und erzählte Geschichte

Denn Frauen sind genauso angesprochen in Sachen Sammlerbörse wie Männer; und fasziniert sind sie gewiss ebenfalls von schönen Münzen, die (echten) Diamanten an Glanz oft in nichts nachstehen; vom Wert her in allen Klassen spielen (sie können ganz preisgünstig sein, aber auch anspruchsvoll) – und sie erzählen Geschichte(n). Man kann Münzen als Wertanlage betrachten – das trifft aber im Regelfall nur auf Münzen aus Edelmetall zu. Medaillen, also Stücke, die keinen von einem Staat garantierten Zahlungswert haben oder hatten, sind beim Wiederverkauf meist nur das Metall wert, aus dem sie gefertigt worden sind. Großsprecherisch angekündigte und preis-intensive „Gedenkprägungen“ sind oft nicht mehr als, salopp gesagt, Schrott. Da ist dann guter Rat teuer ... Beziehungsweise nicht, denn auf der Sammlerbörse gibt’s guten Rat von Fachleuten – der ist im Eintrittspreis inbegriffen. Und wer sich für Münzen nicht erwärmen kann, wird vielleicht doch seine Freude an einem Geldschein aus aller Herren Länder haben, der, farbenprächtig und originell, nicht minder attraktiv ist als eine Münze. Medaillen gibt es auch bei der Börse. Das ist jetzt kein Widerspruch zur eben zu lesenden Warnung vor Schwindelprägungen. Bei Medaillen mit reellem Preis gibt es genau so erstrebenswerte Stücke aus Vergangenheit und Gegenwart. Überhaupt steht ja beim echten Sammler nicht die prosaische Vermögensvermehrung, also Spekulation auf Wertsteigerung und günstigeren Wiederverkauf im Vordergrund (bestenfalls Wertaufbewahrung als „Notgroschen“), sondern die Freude am schönen Gegenstand. Bei der Münzbörse ist Gelegenheit, eine Leidenschaft zu entdecken.

Sammlerbörse des Numismatischen Vereins Hoyerswerda – Lausitzhalle Hoyerswerda (Lausitzer Platz 4) / Sonnabend, der 22. September, 9-13 Uhr