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Freitag, 17.02.2017

Schnellere Zugfahrt frühestens 2020?

Gespräche zur Bahntrasse von Zittau nach Hrádek gibt es bereits ewig. Nun haben die Tschechen einen Vorschlag.

Der Zug von Zittau nach Liberec fährt über das Neißeviadukt. Der Zug pendelt durch das Dreiländereck und verbindet die Täler von Mandau und Neiße mit dem Zittauer Gebirge und Isergebirge.
Der Zug von Zittau nach Liberec fährt über das Neißeviadukt. Der Zug pendelt durch das Dreiländereck und verbindet die Täler von Mandau und Neiße mit dem Zittauer Gebirge und Isergebirge.

© Matthias Weber

Zittau/Hradek. Das polnische Stück der Bahnstrecke zwischen Zittau und dem tschechischen Hrádek nad Nisou (Grottau) wird wohl auch in den nächsten drei Jahren nicht rekonstruiert werden. Wie die tschechische Zeitung „Liberecký Deník“ berichtet, war das Thema ein wichtiger Gesprächspunkt bei einem Treffen zwischen der polnischen Botschafterin Grazyna Bernatowicz und dem Liberecer Bezirkshauptmann Martin Puta am Dienstag. Dabei wurde bekannt, dass nach mehr als acht Jahren Verhandlungen zwischen Polen, Tschechien und Deutschland 2018 endgültige Beschlüsse gefasst werden sollen, um in den nächsten drei bis fünf Jahren die Rekonstruktion der Strecke auf polnischem Gebiet aufzunehmen.

Finanzielle Mittel würden zur Verfügung stehen, allerdings wäre es eine „länger andauernde Angelegenheit“, wie die Botschafterin mitteilte. Laut der Liberecer Zeitung, bot das tschechische Verkehrsministerium bereits bei einem Treffen mit den polnischen Kollegen im Januar an, die besagte Trasse zu übernehmen und sich darum in Zukunft zu kümmern. Hauptmann Puta begrüßt den Vorschlag und verweist darauf, dass es „weder ein Zweigstück noch einen Halt in Polen gibt.“ (ehl)