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Dienstag, 19.06.2018

Schleifer Frauen beenden Saison mit ausgeglichenem Punktverhältnis

Von Reiner Seifert

Die Schleifer Faustball-Frauen haben die Saison versöhnlich beendet. Am Sonntag gewannen sie in Langebrück drei der vier Spiele und glichen damit ihr Punktekonto auf 16:16 aus. Einer knappen 1:2-Niederlage (10:12, 13:11, 7:11) gegen den Gastgeber folgten drei Siege. Gegen das Team aus Glauchau verloren die Schleifer Frauen zwar den ersten Satz mit 8:11, waren danach aber klar überlegen und gewannen alle weiteren vier Sätze jeweils sicher und damit beide Spiele. Im Rückspiel gegen Langebrück gelang genauso knapp wie bei der Niederlage zum Auftakt die Revanche. Am Ende stand es 2:1 für Schleife (13:11, 14:15, 11:8). Insgesamt scheint das Potenzial der Schleiferinnen aber größer, als es die 16:16 Punkte und der sechste Platz am Ende aussagen. Am ersten Spieltag wurden alle vier Spiele gewonnen, am zweiten gegen die späteren Meister und Vizemeister auf Augenhöhe mitgespielt. Gegen Energie Görlitz gelang dabei sogar ein Sieg, der für die Görlitzerinnen am Ende die einzige Saisonniederlage bedeutete. Aber vor allem am dritten Spieltag ging es mit vier Niederlagen gegen den ESV Dresden und den SV Groitzsch (drei davon in drei Sätzen) den Bach herunter.

Meister wurden die Faustballerinnen von Energie Görlitz, bei denen die tolle Nachwuchsarbeit weiter Früchte trägt. Am Sonnabend gewannen die Mädchen (alle Jahrgang 2012) in Dresden mit zwei souveränen Zwei-Satz-Siegen über den SV Glauchau-Rottenbach und den SV Walddorf den U18-Sachsenmeistertitel. Am Sonntag fuhr die bis auf eine Position unveränderte Mannschaft auch den Titel bei den Frauen ein. Dafür mussten am letzten Spieltag der Oberliga, ebenfalls in Dresden, aus den vier Spielen gegen das Tabellenschlusslicht SV TuR Dresden und den SV Groitzsch drei Siege geholt werden, um unabhängig von den Ergebnissen des Verfolgers Kubschütz die Tabellenführung zu verteidigen. Dies gelang am Ende souverän. Alle vier Spiele wurden gewonnen, wobei die Frauen aus Groizsch harte Gegenwehr leisteten. Der Jubel der jungen Mannschaft war riesig.

Die Görlitzerinnen haben damit die Aufstiegsspiele in die 2. Bundesliga erreicht und auch dort eine realistische Chance – eigentlich. Der Haken: Die Spiele finden am Schulanfangswochenende 11./12. August statt, drei der Mädchen sind bei Feiern – eigentlich. Energie Görlitz hat sich um die Austragung dieser Aufstiegsspiele beworben, vielleicht geht ja doch was.

Das Nachwuchskonzept bei Energie Görlitz geht jedenfalls voll auf, auch wenn diese Seite ebenfalls einen Haken hat: Wer bleibt nach der Schulzeit hier? „Der Kern der Mannschaft besucht das Gymnasium. Drei Jahre sind mit diesen Spielerinnen noch gesichert. Danach muss man sehen, was passiert“, erklärt Maren Ludwig.

Nachschub gibt es von beiden (Alters-)Seiten. Jüngere Spielerinnen rücken nach, vier aus der jetzigen U14 werden im nächsten Spieljahr spielberechtigt sein. Und drei Spielerinnen in den 20ern kehren nach Schwangerschaften zurück. Der Verein überlegt deshalb sogar, eine zweite Frauenmannschaft aufzumachen, um allen Spielmöglichkeiten zu bieten. Aber erst einmal gilt das Daumendrücken der aktuellen, extrem jungen Frauenmannschaft. Denn die 2.  Bundesliga wäre nur der logische nächste Entwicklungsschritt für das hoffnungsvolle Team.