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Freitag, 28.09.2018

Schanzenrekord knapp verfehlt

Von Reiner Seifert

Henry Hoffmann ist nach wie vor in Topform. Der Spitzkunnersdorfer wurde kürzlich erneut deutscher Seniorenmeister und gewann am Wochenende auch auf seiner Heimatschanze.Foto: tompic
Henry Hoffmann ist nach wie vor in Topform. Der Spitzkunnersdorfer wurde kürzlich erneut deutscher Seniorenmeister und gewann am Wochenende auch auf seiner Heimatschanze. Foto: tompic

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Tom Krause vom SC Kottmar hält seit 2012 den Rekord auf der Forstenschanze in Spitzkunnersdorf – mit 46,0 Metern. Henry Hoffmann verfehlte die nunmehr bereits sechs Jahre alte Bestmarke am Wochenende um einen Meter. Der 38-jährige Lokalmatador landete bei 45,0 Metern, erhielt 16er Haltungsnoten und gewann in überlegener Manier den Forsten-Herbstsprunglauf.

Dem amtierenden deutschen Seniorenmeister konnten vier seiner Vereinskameraden noch einigermaßen Paroli bieten. Martin Wagner (22) sprang 42,0 Meter, Marcel Heinrich (24) und der elfjährige Benno Schulze erreichten 37, der zehnjährige Leon Reckziegel segelte auf 36,0 Meter. Respekt verdient auch die Leistung des 67-jährigen Friedhart Seidel. Der „Vater der Forstenschanze“ kann es einfach nicht lassen und setzte zweimal bei 32,0 Metern auf. Mit dem weitesten „Forsten-Sprung“ bei den Frauen/Mädchen steht die Kottmarspringerin Franziska Stoll zu Buche. Die 21-jährige Obercunnersdorferin landete 2016 bei 37 Metern, musste sich am Sonntag mit 35,0 m begnügen und der fünf Jahre jüngeren Spitzkunnersdorfer TSV-Springerin Jessica Voigt, die einen Meter weiter sprang, geschlagen geben. Als Weitenjäger auf der 18-Meter-Schanze erwiesen sich mit jeweils 18,5 Metern die beiden zehnjährigen Anton Worbs (TSV Spitz) und Arne Hohlfeld (SC Sohland). Insgesamt 15 Mädchen und Jungen im Alter zwischen vier und acht Jahren vom TSV Spitzkunnersdorf, SC Sohland, SC Kottmar und WSV Grüna beweisen bei ihren Wettkämpfen von der Drei- und Neunmeterschanze viel Mut und bereits beachtliches Können.

Das Forsten-Springen stand unter keinem guten Stern. Die Terminverlegung dieser Veranstaltung, die Überschneidung mit den Europameisterschaften in Polen und die befürchteten Unwetter am Wochenende hatten zahlreiche kurzfristige Absagen zur Folge. „Trotzdem konnten wir noch 35 Skispringer begrüßen. In den Schüler- und Jugendklassen kämpften die Mädchen und Jungen um die noch ausstehenden Medaillen der Kreis-Kinder- und Jugendspiele, was für zusätzliche Freude sorgte“, informierte Friedhart Seidel.