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Dienstag, 15.05.2018

Satirisches über Wölfe

Mit einem vielfältigen Programm an 18 Stationen wartet die Lange Nacht der Kultur in Bautzen auf. Und am Tag darauf gibt’s noch einen Bonus.

Die Wölfe satirisch betrachtet – das gibt es bei der Langen Nacht der Kultur in Bautzen.
Die Wölfe satirisch betrachtet – das gibt es bei der Langen Nacht der Kultur in Bautzen.

© dpa

Bautzen. Am 9. Juni ist es wieder so weit: Dann öffnen in Bautzen zahlreiche Einrichtungen zur Langen Nacht der Kultur. Geboten wird ein abwechslungsreiches Programm mit Ausstellungen, Literatur, Musik und vielem mehr. Mit 18 Veranstaltungsorten sind diesmal so viele dabei wie noch nie. So wirkt neben den bekannten Museen und Türmen erstmals der Schumacher in der Tuchmacherstraße mit. In ihrem kleinen Museum bietet Familie Haaser einen Einblick in die Arbeit der Schuhmacher vor über 100 Jahren. Auch die Neue Wasserkunst zeigt ein längst vergessenes Handwerk: Interessierte können sich über die Arbeit eines Röhrenmachers informieren und sich selbst einmal darin ausprobieren.

Eine satirische Lesung zum Thema Wölfe in Sachsen erwartet die Besucher in der Buchhandlung Kretschmar an der Steinstraße. Andreas Henning, hauptamtlich im Kulturbüro der Stadt verantwortlich für die Organisation städtischer Veranstaltungen, stellt dort sein Werk „Waidmanns Beil“ vor. Erstmals in diesem Jahr öffnet auch die Smoler’sche Verlagsbuchhandlung ihre Pforten zur „Langen Nacht der Kultur“. Neben Lesungen in deutscher und sorbischer Sprache erklingt dort internationale Folkloremusik mit Lubina Žurowa und Jaroslav Pukac. Wer Jazz liebt, ist im Museum am Kornmarkt richtig. Dort spielt das Dresdener Trio Milón mit Wolfgang Torkler am Piano, Beate Hofmann am Cello und Sigrid Penkert an der Violine. In der Gerberbastei ist der polnische Gitarrist Bartlomiej Filipowicz mit „Musik von Bach bis zu den Beatles“ zu Gast. Im Dom und in der Michaeliskirche lädt Orgelmusik zum Verweilen ein. In der Stadtbibliothek treten Schüler der Kreismusikschule auf, und es gibt Kabarett zu erleben. Im Nicolaiturm präsentiert die Galerie Flox aus Kirschau die Sonderausstellung „all we need is color“, und Madame Rosa gibt französische Liebesgeschichten zum Besten. In der Galerie Budissin zelebriert Ulrike Pisch um 21 Uhr eine Performance in Begleitung von Astrid Eichler (Jazzgesang und Improvisation) und Marius Moritz (Piano).

In diesem Jahr verzahnt sich zudem die Lange Nacht der Kultur mit der Aktion Oberlausitzer Kunstbus, die am 9. und 10. Juni stattfindet. So kann mit dem Eintrittsband der Kulturnacht am darauffolgenden Tag der Kunstbus genutzt werden. Ebenso berechtigt ein Kunstbusticket zum Eintritt bei der Kulturnacht. (SZ)

Lange Nacht der Kultur am 9. Juni, 18 bis 24 Uhr

Karten gibt es für vier Euro im Vorverkauf in der Buchhandlung Kretschmar, im Museum Bautzen, beim Sorbischen National-Ensemble, in der Stadtbibliothek und in der Tourist-Information. An der Abendkasse kostet der Eintritt sechs Euro, ab 22 Uhr drei Euro.