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Dienstag, 27.02.2018

Satire- und Spaßkunstgipfel

Gut 100 Kabarettisten, Comedians und sonstige Spaßvögel zeigen bei der vierten Auflage der „HumorZone“, was sie so an Gags und Pointen draufhaben

Von Christian Ruf

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  • Volle Breitseite Spaß: Gayle Tufts (l.), die A-cappella-Gruppe basta (re. oben) und natürlich Olaf Schubert. Fotos (PR): Robert Recker (li.), Axel Schulten (re.oben), Amac Garbe (re. unten & Titelfoto)
    Volle Breitseite Spaß: Gayle Tufts (l.), die A-cappella-Gruppe basta (re. oben) und natürlich Olaf Schubert. Fotos (PR): Robert Recker (li.), Axel Schulten (re.oben), Amac Garbe (re. unten & Titelfoto)

In einem berühmten Lied von Wolfgang Ambros heißt es: „Es lebe der Zentralfriedhof, und alle seine Toten / Der Eintritt is für Lebende heit ausnahmslos verboten. / Weil da Tod a Fest heit gibt die gonze lange Nocht.“

Es gilt die Devise „Man darf auch mal lachen müssen!“

Nun bittet Der Tod in Dresden zu einem Fest – und alle freuen sich darauf, der Komiker Olaf Schubert, aber auch alle anderen, die im März die vierte Humorzone ausrichten, deren Schirmherr der nun 50 Jahre alte Weltverbesserer im Pullunder ist. Vom 7. bis 11. März lautet also einmal mehr die Devise: „Man darf auch mal lachen müssen!“

Im Editorial des ausführlichen Programmhefts beteuert der „in Fremdsprachen versierte“ Schubert, man habe sich bei der Planung vom „guten alten tschechischen“ Sprichwort „Never change a running system“ leiten lassen, man habe ein hochwertiges Programm geschnürt, auch wenn man natürlich um die Unmöglichkeit des Wollens wisse, was das Herauspicken der Rosinen aus dem Konvolut angeht. Gut 100 Künstler reisen an, jeden Abend sind bei diesem Klassentreffen der Komiker neun bis zwölf Shows zu erleben. 13 Bühnen gibt es insgesamt, neu als Spielstätte bzw. „Location“ sind das Projekttheater und der Ostpol, wo etwa am 8. März der „Frauentags-Absacker“ in Gestalt von nicht-nichtalkoholischem Blubberwasser einverleibt werden kann, sodass frau frei nach dem Motto „Sekt in the City!“ angeschickert durch den Abend gehen kann. Aber Vorsicht Mädels! Schon Jerry Lewis, auch ein großer Komiker vor dem Herrn, wusste: „Mit Humor kann man Frauen am leichtesten verführen, denn die meisten Frauen lachen gerne, bevor sie anfangen zu küssen.“

Abgedeckt wird so ziemlich die komplette Bandbreite der Spaßkunst – von Comedy und Kabarett bis hin zu Clown-Theater und a cappella. Auch „The Funny Side of Slam“ wird beschworen. Newcomer und Stars bunt gemixt, solistisch oder in speziellen HumorZonen-Mixshows, werden den Dresdnern zeigen, wie, warum und wo satirisch der Hammer hängt, was sie an Gags, Pointen und Spitzen so draufhaben. So präsentiert die international bekannte Clown-Künstlerin Gardi Hutter am 7.3. im Boulevardtheater ihr gefeiertes Programm „Die Schneiderin“.

Der Gewinner des Newcomer-Wettbewerbs wird zur großen TV-Abschluss-gala eingeladen und bekommt dort von Olaf Schubert höchstselbst den Güldenen August nebst solidem Taschengeld manuell übergeben. Mit Alain Frei kommt der Preisträger 2016 in der Kategorie „Bester Newcomer“ und die in Massachusetts aufgewachsene, unlängst zur Deutschen gewordene Gayle Tufts versucht als Superwoman in ihrem eigenen, aber charakteristischen „Denglisch“, die Welt zu retten. Es treten auch Künstler mit Migrationshintergrund auf, mit Johnny Armstrong sogar ein Mann, der zwar Vollbartträger ist, aber vom Aussehen her nicht „gefangen im Körper eines Grabschers“, wie das Abdel-karim gern von sich zu sagen pflegt, der an sich ein Ostwestfale mit talibaneskem Gesichtstoupet ist und u.a. beim „Festival Warm up“ in der Schauburg am 7. März wider Vorurteile ankämpft.

Service

Was: „HumorZone Dresden“

Wann: 7. bis 11. März

Wo: 13 verschiedene Spielstätten

Tickets: ab 15,50 Euro

Hotline: 0351 4864 2002

Internet: www.humorzone.de

Verlosung

Wir vergeben einmal zwei Freikarten für das Gastspiel von Gayle Tufts am 11.3., 18 Uhr, im Boulevardtheater – über verlosung@augusto-magazin.de, mit Angabe von Name & Stichwort. Die Gewinner werden am Freitag ab 12 Uhr per E-Mail benachrichtigt.