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Mittwoch, 08.08.2018

Rothenburgs Haltestellen jetzt fotogen

Eintönigkeit war gestern, heute bekommen Wartende ein Stück ihrer Heimat serviert, bis der nächste Bus kommt. Riesige Fotos sorgen für Abwechslung.

Von Frank-Uwe Michel

So attraktiv sieht das Wartehäuschen an der Haltestelle Oberschule aus. Auf dem Foto warten die Volleyhasen auf den nächsten Bus.
So attraktiv sieht das Wartehäuschen an der Haltestelle Oberschule aus. Auf dem Foto warten die Volleyhasen auf den nächsten Bus.

© André Schulze

Rothenburg. In Rothenburg und seinen Ortsteilen macht das Warten auf den Bus seit einiger Zeit wieder Spaß. Denn nachdem die Stadt vor drei Jahren acht Wartehäuschen von einer in Hagen ansässigen Agentur für Außenwerbung für den symbolischen Preis von einem Euro übernommen hat, wurde einiges investiert. Nicht nur an Geld, sondern auch an Ideen. „Wir haben überlegt, wie wir das eher triste Erscheinungsbild verbessern können. In der Bauverwaltung gab es dann die Überlegung, Motive aus der Region auf Fotos im Großformat zu zeigen. Das haben wir aufgegriffen und nach und nach umgesetzt“, erzählt Bürgermeisterin Heike Böhm.

Die erste Haltestelle, die auf diese Weise verschönert wurde, war jene in Geheege. Dort grüßt seit 2015 ein Bild von der Wasserscheide, die einen Teil des Biehainer Bruchgrabens als Wiegandskanal in die Neiße und damit Richtung Ostsee fließen lässt, den anderen Teil als Schwarzgraben in den Weißen Schöps und damit in die Nordsee entwässert. Über ein Foto mit Kindern in der Natur durften sich ein Jahr später die Benutzer der Haltestelle Schützengarten freuen. Dafür standen Knirpse aus dem Kindergarten „Sonnenhügel“ Modell. Seit 2017 grüßt an der Bushaltestelle in Noes ein Motiv aus dem Stadtpark. Und in diesem Jahr hat man die beiden Wartepunkte an der Friedensstraße mit für die Stadt typischen Motiven ausgestattet. Aus der einen Haltestelle grüßen die Volleyhasen, in der anderen ist der Marktplatz zu sehen.

„Wir sind sehr froh, dass wir diesen Schritt gegangen sind. Wenn man Bürger hört, äußern sie sich darüber sehr anerkennend“, sagt Heike Böhm. Mit der Aktion habe man die Attraktivität der Stadt durchaus noch steigern können und bei den Einwohnern auch identitätsstiftend gewirkt.

Gleichzeitig mit der bildhaften Verschönerung der Bushaltestellen wurden sie auch baulich instand gesetzt. So kümmerte man sich je nach Bedarf um die Erneuerung der Rückwände, stellte Sitzbänke mit auf und installierte Papierkörbe. Insgesamt investierte die Stadt je Haltestelle etwa 1000 Euro.