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Freitag, 04.05.2018

Rößler kritisiert Gema-Gebühren

Der Landtagspäsident und Wahlkreisabgeordnete sieht eine Gerechtigkeitslücke.

„In Sachsen sind allein rund 1000 Antennengemeinschaften betroffen“ – Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler.
„In Sachsen sind allein rund 1 000 Antennengemeinschaften betroffen“ – Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler.

© Arvid Müller

Radebeul. Das Sächsische Kabinett hatte beschlossen, erneut mit einer Bundesratsinitiative die Antennengemeinschaften von urheberrechtlichen Kosten der Gema zu befreien. Der letzte Versuch Sachsens scheiterte jedoch im vergangenen Mai trotz großer Zustimmung im Bundesrat. Nun war dies wieder Thema im Sächsischen Landtag.

Dazu erklärte Dr. Matthias Rößler, der CDU-Wahlkreisabgeordnete für Coswig, Moritzburg und Radebeul: „Wir müssen diese Gerechtigkeitslücke schließen. Große Wohnungseigentümergemeinschaften können kostenlos Rundfunk- und Fernsehsendungen empfangen. Aber Antennengemeinschaften werden für die Weiterleitung der Programme zu ihren Mitgliedern zur Kasse gebeten.“

Antennengemeinschaften hätten sich schon gegen die DDR behauptet, indem sie in Eigeninitiative kilometerlange Kabel verbauten, um Westfernsehen zu empfangen. „In Sachsen sind allein rund 1 000 Antennengemeinschaften betroffen. Sie übernehmen vielerorts die Rundfunkversorgung. Die Gema-Gebühren belasten sie erheblich“, so Rößler. (SZ)