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Donnerstag, 18.10.2018

Rödertalbienen wieder auswärts

Nach dem Sieg über Kirchhof geht die Reise nun nach Mainz. Dort spielt mit Pauline Golla eine torgefährliche Jugendliche.

Von Florian Triebel

Eine Szene vom letzten Spiel der Rödertalbienen bei der SG Kirchhof. Rabea Pollakowski (links) vom HCR versucht hier, sich am Kreis durchzusetzen. Sie erzielte beim 29:28-Auswärtssieg insgesamt sieben Tore.
Eine Szene vom letzten Spiel der Rödertalbienen bei der SG Kirchhof. Rabea Pollakowski (links) vom HCR versucht hier, sich am Kreis durchzusetzen. Sie erzielte beim 29:28-Auswärtssieg insgesamt sieben Tore.

© Ryszard Kasiewicz

Handball. Erneut sind die Rödertalbienen am kommenden Wochenende auswärts gefordert. Am Sonnabend reisen sie nach Mainz in die Sporthalle der Gustav-Stresemann-Wirtschaftsschule. Die Partie wird um 19 Uhr angepfiffen. Die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz ist vor allem durch das Guttenberg-Museum, den Mainzer Dom St. Martin, das Palais „Zum Römischen Kaiser“ oder den Marktplatz mit seinen Markt- und Domhäusern bekannt.

Die „Meenzer Dynamites“ sind stark
Außerdem ist die Stadt am Rhein eine Karnevals-Hochburg und der Sitz des Südwestrundfunks (SWR) sowie des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF). Sportlich gesehen ist der 1. FSV Mainz 05 der bekannteste Verein der Domstadt. Zu ihm gehört auch die Handballabteilung mit der ersten Damenmannschaft – den Meenzer Dynamites.

Dank der hervorragenden Leistungen in der Saisonvorbereitung zählt die Mannschaft von FSV-Trainer Thomas Zeitz zu den Titelanwärterinnen in der 2. Bundesliga. Schließlich belegten die Mainzerinnen beim Domstadtcup in Fritzlar den dritten Platz. Dort gewannen sie unter anderem das Spiel gegen den HC Rödertal souverän mit 23:13. Bienen-Coach Frank Mühlner sagt zum damaligen Aufeinandertreffen: „Die Mainzerinnen waren beim Turnier für mich eine der größten Überraschungen. Besonders das Tempospiel hat mich sehr beeindruckt.“

Allerdings mussten die Dynamites auch einen personellen Rückschlag verkraften. Torfrau Clara Bohneberg zog sich bei diesem Turnier eine Kreuzband- und Meniskusverletzung zu. Der Saisonstart verlief für die Domstädterinnen bisher nicht wie gewünscht. Den beiden Siegen gegen Trier (35:21) und die TG Nürtingen (22:21) stehen auch schon zwei Niederlagen gegenüber. Hinzu kommt ein Unentschieden gegen Kirchhof (21:21). In der Summe ergibt das aktuell den fünften Tabellenplatz mit einem ausgeglichenen Punkteverhältnis von 5:5 Zählern. HCR-Trainer Mühlner sagt über den kommenden Gegner: „Die Mainzerinnen haben einen sehr jungen Kader und sind auch breit aufgestellt. Mich beeindruckt Spielmacherin Pauline Golla. Sie ist gerade erst 17 Jahre, macht einen hervorragenden Job und hat bereits 24 Tore erzielt. Auch Junioren-Nationalspielerin Alicia Soffel im Rückraum und Hanne van Rossum über die Außenbahn sind extrem torgefährlich.“

Nach dem knappen Sieg vergangene Woche gegen die Löwinnen aus Kirchhof sind die Bienen momentan Tabellendritter und haben 8:2 Punkte auf dem Konto. Eigentlich sind das bereits genügend Gründe, um im Rödertal bester Laune zu sein.

Mühlner fürchtet Krankheitswelle
Dennoch drückt HCR-Chefcoach Mühlner ein wenig auf die Euphoriebremse: „Wir haben bereits acht Punkte gesammelt, was natürlich sehr gut ist. Allerdings haben die Mädels noch einen weiten Weg vor sich. Vergangene Woche hatten wir das Glück auf unserer Seite. Das kann aber auch mal ganz schnell andersrum gehen. Wir haben gegen die Kurpfalz Bären gesehen, woran es uns noch mangelt und müssen kontinuierlich weiterarbeiten.“

Außerdem befürchtet er eine Krankheitswelle: „Tammy Kreibich kann noch immer nicht trainieren. Hinzu kommt Lisa Loehnig, die derzeit ebenfalls krankheitsbedingt fehlt. Das ist schon ein großer Verlust für unseren Rückraum. Hoffentlich erwischt es jetzt nicht noch mehr meiner Spielerinnen.“