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Sonntag, 23.09.2018

Rödertal bleibt ungeschlagen

Die HCR-Frauen setzen sich in der 2. Bundesliga gegen die Spreefüxxe Berlin 28:18 (15:8) durch. Spitzenspiel am Samstag.

Von Florian Triebel

Lisa Loehnig setzt zum Wurf an. Der HC Rödertal erzielte in Berlin 28 Treffer und feierte einen deutlichen Sieg gegen die Spreefüxxe. Am Sonnabend kommt es damit zum Spitzenspiel gegen Titelanwärter Kurpfalz Bären. Beiden Teams haben bisher alle Partien gewonnen.
Lisa Loehnig setzt zum Wurf an. Der HC Rödertal erzielte in Berlin 28 Treffer und feierte einen deutlichen Sieg gegen die Spreefüxxe. Am Sonnabend kommt es damit zum Spitzenspiel gegen Titelanwärter Kurpfalz Bären. Beiden Teams haben bisher alle Partien gewonnen.

© Stefan Michaelis

Handball. Auch im dritten Saisonspiel bleibt der HC Rödertal ungeschlagen. Gegen die Spreefüxxe Berlin feiern die Bienen einen nie gefährdeten 28:18 (15:8)-Auswärtssieg. Damit ziehen sie in der Tabelle wieder mit dem TV Beyeröhde-Wuppertal und dem nächsten Gegner Kurpfalz Bären gleich, die bisher ebenfalls noch keine Punkte abgeben mussten.

„Ich muss der gesamten Mannschaft ein riesengroßes Lob aussprechen. Es war egal, was uns der Gegner anbot, wir hatten die richtige Antwort parat“, freute sich HCR-Trainer Frank Mühlner. „Die Mannschaft hat noch einmal einen Schritt nach vorn gemacht. Davor ziehe ich meinen Hut.“ Bis auf Grete Neustadt und Julia Mauksch (beide verletzt) konnte Mühlner auf den kompletten Kader zurückgreifen.

In der spärlich besuchten Halle (307 Zuschauer) machten die rund 40 angereisten Bienen-Fans ab der ersten Sekunde kräftig Stimmung für ihre Mannschaft. Die begann allerdings etwas verunsichert. Erst in der 4. Minute netzte Meret Ossenkopp (vier Tore) von der Außenposition zur 1:0-Führung für die Gäste ein. Danach zeigten die Bienen sofort, dass sie die beiden Punkte mit ins Rödertal nehmen wollen und übernahmen das Spielgeschehen. Sie setzen sich schnell auf drei Tore (6:3/11.) ab. Der HCR dominierte in dieser Phase und vergrößerte den Vorsprung Tor um Tor. Dank Thilde Boesen, die in der Abwehr hervorragend arbeitete, und der erneut glänzend aufgelegten Torfrau Ann Rammer, gelang den Spreefüxxen bis zur 21. Minute kein weiteres Tor. Im Gegensatz dazu zeigten die Bienen einige sehenswerte Angriffe und zogen verdient auf 12:3 davon.

Ein weiterer Beleg für die exzellente Abwehrarbeit war auch die Tatsache, dass der HCR in der 22. Minute den einzigen Tempo-Gegenstoß der Spreefüxxe im gesamten Spiel zuließ. Erst in den letzten zehn Spielminuten konnten die Gastgeberinnen das Spiel ausgeglichen gestalten. Trotzdem gelang es den Berlinerinnen zunächst nicht, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. In der 28. Minute erzielte Tammy Kreibich mit einem sehenswerten Tor in den Winkel den letzten Bienen-Treffer in Halbzeit eins zum 15:6. Die verbleibenden beiden Minuten bis zur Pause nutzten dann noch einmal die Füxxe und verkürzten.

Durchhänger nach der Pause

Nach dem Pausentee erwischten die Bienen den besseren Start und erhöhten durch Brigita Ivanauskaite (sechs Tore) den Vorsprung (16:8). Was danach folgte, war die schwächste Phase in dieser Partie. Trainer Mühlner sah sich gezwungen, in der 34. Minute sein zweites Time-out zu nehmen, um seine Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen. Auch diese Maßnahme brachte zunächst wenig. Beide Mannschaften waren von der Rolle und leisteten sich viele Fehler im Angriff. Bis zur 40. Minute fiel nur ein Tor auf jeder Seite.

Die Bienen fanden etwas schneller zurück in ihren Rhythmus und bauten den Vorsprung bis zur 44. Minute erstmals auf zehn Tore (21:11) aus. Mit der Einwechslung von Egle Alesiunaite (6/4 Tore) in der 46. Minute bewies Mühlner ein goldenes Händchen. Sie brachte noch einmal zusätzlichen Schwung in das Angriffsspiel. Zunächst bereitete sie die beiden Treffer von Ossenkopp und Kamila Szczecina sehenswert vor, ehe sie die nächsten drei Tore selbst markierte (27:15/55.). Alle mitgereisten Fans waren vom Hocker und feierten ausgelassen den bevorstehenden Sieg. In den letzten fünf Minuten verringerten die Spreefüxxe den Rückstand, dennoch stand nach ein 28:18 für die Bienen auf dem Tableau. Am Sonnabend kommt mit den Kurpfalz Bären allerdings einer der Titelanwärter ins Rödertal.