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Mittwoch, 07.07.2004

Ritter Runkel &die Digedags erobern die Greifensteine

ANNABERG - Bald schlägt „Ritter Runkels große Stunde“ auch im Erzgebirge. Nach der erfolgreichen Bautzner Uraufführung im Sommer 2003 lädt nun das Eduard-von-Winterstein-Theater zu einem großen Freiluftspektakel mit dem Comic-Helden und seinen Knappen Dig, Dag und Digedag ein.

Von Ch. Hamann-Pönisch

Das Musical von Martin Verges und Karsten Wolf (Musik) feiert am 17. Juli (14.30 Uhr) auf der Naturbühne Greifensteine Premiere. Mit Live-Band.

Das haben die 30 Meter hohen Ehrenfriedersdorfer Granitfelsen in ihrer 150-jährigen Theatergeschichte noch nicht gesehen. „Wir lassen zum ersten Mal Comic-Figuren lebendig werden“, freut sich der langjährige Chefdramaturg Michael Eccarius.Als Vorlage dienten dem Autor die „Mosaik“-Hefte Nr. 145 bis 151. Die Schlösser Kuckucksberg und Möhrenfeld sehen fast genauso aus wie in der „Runkel“-Serie von Hannes Hegen. Der Text ist nicht haargenau derselbe. Eccarius: „Natürlich lassen wir uns kleine Anspielungen auf die Gegenwart nicht nehmen.“ Auch an Schreckeffekten soll es nicht fehlen. In den Theaterwerkstätten wird gerade einem fliegenden Drachen das Feuerspeien beigebracht.

Die Digedags erblicken 1955 in der DDR das Licht der Comic-Welt. Neun Jahre später blüht den drei Kobolden mit dem tapfer-einfältigen Ritter Runkel das längste Abenteuer. „Ritter Runkels große Stunde“ spielt im Mittelalter. Die Kreuz-züge sind vorüber. Runkel hatte sich seine Rückkehr als berühmter Held vorgestellt. Doch seine Taschen sind leer.Wie er die schöne Adelaide zu seiner Braut macht und seinen Rivalen Graf von Kuckucksberg gerecht bestraft, kann man bis zum Saisonausklang Ende August in den Greifensteinen miterleben.

Servicebüro: 03733/1407131-133 oder www.naturtheater-greifen-steine.de