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Dienstag, 11.09.2018

„Riesenkompliment für mein Team“

Die Footballer der Monarchs haben den historischen Erfolg knapp verpasst. Das 28:28 vom Sonntag bei Europapokalsieger Braunschweig reichte nicht ganz, um erstmals in der Klubgeschichte Nordmeister der zweigleisigen German Football League (GFL) zu werden. Als punktgleicher Zweiter hinter Braunschweig haben die Sachsen im Play-off-Viertelfinale aber Heimrecht. Trainer Ulrich Däuber blickt im SZ-Gespräch auch darauf.

Herr Däuber, was überwiegt einen Tag nach dem dramatischen 28:28?

Immer noch das lachende Auge. Ich bin echt froh, dass wir das Heimrecht haben, uns darauf freuen können.

Ist die wichtigste Erkenntnis, dass die Monarchs mit dem Europapokalsieger auf Augenhöhe agieren?

Ja, das kann man so sagen. Und das ist ein Riesenkompliment für mein Team. Jeder hat daran geglaubt, dass wir dort auch gewinnen können.

Jetzt hat Ihr Team bis zum Viertelfinale am 22. September eine Woche Pause. Wie füllen Sie die?

Wir werden uns am Mittwoch um uns selbst kümmern. Also die Fehler, die wir in Braunschweig gemacht haben, noch einmal gründlich analysieren und dabei erfassen, was wir besser machen können. Regeneration wird im Vordergrund stehen – und ab Donnerstag geht die Vorbereitung auf das Viertelfinale los.

Wie schätzen Sie denn den Konkurrenten Allgäu Comets aus Kempten ein?

Viel weiß ich über die Mannschaft noch nicht, aber die sind Dritter in der Südstaffel geworden. Dafür muss man auch einige Spiele gewinnen. Die Comets haben vor sechs Wochen ihren Trainerstab ausgetauscht. Die neue Crew hat die Mannschaft aus der Krise geführt. Das ist ein Gegner, den man auf jeden Fall sehr, sehr ernst nehmen muss.

Der Verband hat Süd-Vizemeister Frankfurt wegen Verstoßes gegen die Lizenzierungsbestimmungen vier Punkte abgezogen und eine Geldstrafe aufgebrummt. Wie finden Sie die Strafe, die keine sportlichen Konsequenzen hat?

Das ist ein Witz. Die Entscheidung kommt erstens zu spät, das sieht komisch aus. Und hat zweitens für diese Saison keinerlei Auswirkungen. Da ist der Verband nicht so aufgetreten, wie er das hätte tun sollen. Man hat dem Verein auf die Finger geklopft, das tat nicht einmal weh.

Das Interview führte Alexander Hiller.