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Samstag, 20.08.2005

Reporter in Weißwasser zielgerichtet überfallen

Kriminalität. Angehörige und Freunde bangen um einen Journalisten, derbei Recherchen schwer verletzt wurde.

Von Wulf Stibenz

Weißwasser. In der Nacht zum Freitag wurde der 53-jährige Journalist Peter Hornstadt in Weißwasser von mehreren Unbekannten lebensgefährlich verletzt. Sie strangulierten und verprügelten den Reporter, so dass er ins Koma fiel.

Hornstadt arbeitet für mehrere Fernsehsender, jedoch auf eigene Faust. Seine Recherche zum Thema Schwarzarbeit und Schleuserbanden in mobilen Pflegediensten führte ihn nach Polen, Tschechien und Sachsen.

Sein Freund Günther B. – mit dem sich der erfahrene Journalist an der Waldbahnstation in Weißwasser verabredet hatte – fand den Schwerverletzten. „Ich habe nur einen alten, weißen BMW davonrasen sehen“, sagt B. In dem Auto saßen mehrere Personen. Offenbar wollte Hornstadt in Weißwasser Informanten treffen. „Dabei ist er wohl in einen mafiösen Hinterhalt geraten“, vermutet Günther B.

Aus der Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien hieß es: „Staatsanwaltschaft und Polizei prüfen auch das Vorliegen eines versuchten Tötungsdeliktes.“ Am späten Abend war der Gesundheitszustand Hornstadts weiterhin kritisch.

Hinweise zur Tat nimmt die Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien unter 03581/468224 entgegen.