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Freitag, 29.09.2006

Rep-Landes-Chef Heinz tritt aus der Partei aus

CHEMNITZ - Bei den Republikanern (Rep) in Chemnitz kracht’s weiter: Nachdem Stadtrat Peter Grüning (49) aus der Stadtratsfraktion ausgetreten war (Morgenpost berichtete), verlässt er nun auch die Partei. Und das gemeinsam mit dem Landes-Chef der Reps, Mario Heinz (41).

In einer Presseerklärung rechnen Heinz und Grüning mit dem herrschenden Rechtsextremismus bei den Reps ab: „Die Partei hat sich von der konservativen Mitte zu einer extrem nationalistischen Rechtsgruppierung gewandelt.“ Die Rede ist weiter von einem „Kreuz-zug gegen alles Fremde“ und von „ausländerfeindlichen Phrasen“. Grüning fasst zusammen: „Es gab nur noch ein Thema: Ausländer. Das stinkt mir. Deswegen bin ich ausgetreten.“ Heinz greift auch Rep-Fraktions-Chef Martin Kohlmann (29) an: Er sei ein „rechter Politclown mit arrogantem Auftreten“. Kohlmann war ges-tern nicht erreichbar.

Beide Ausgetretenen sagen: „Rückwirkend betrachtet war die Mitgliedschaft bei den Reps ein großer politischer Fehler, andererseits kann man diese als Lehrzeit betrachten in Un-Demokratie und Bürgerverachtung.“ Heinz und Grüning kündigten gestern an, die Demokratische Bürger Partei (DBP) gründen zu wollen.

Republikaner und auch die NPD werden wegen rechtsradikaler Aktivitäten vom Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) beobachtet, wie LfV-Sprecher Alrik Bauer (29) mitteilt. as/fe