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Dienstag, 11.09.2018 Gerichtsbericht

Rentner droht halbes Jahr Haft

Bei einem 68-jährigen Freitaler entdeckte die Polizei eine halbautomatische Waffe. Gehört sie seinem Sohn?

Eine Waffe ähnlich wie diese wurde bei einem Freitaler entdeckt.
Eine Waffe ähnlich wie diese wurde bei einem Freitaler entdeckt.

© dpa

Freital. Bei einer Durchsuchung der Wohnung eines Rentners am 14. April 2016 im Freitaler Stadtteil Wurgwitz hatten Polizeibeamte eine halb automatische Kurzwaffe und Munition entdeckt. Der Fund beschäftigte nun das Amtsgericht Dippoldiswalde. Am Montag wurde das Verfahren gegen den 68-Jährigen eröffnet. Vergehen gegen das Waffengesetz wird dem Freitaler zur Last gelegt.

Die Wohnung des früheren Gebäudereinigers war 2016 durchsucht worden, weil sich dessen Sohn, der in Untersuchungshaft sitzen soll, dort aufgehalten habe. Ob der Anlass zu der damaligen Polizeiaktion einen extremistischen Hintergrund hatte, blieb indes vor Gericht offen.

Der Rentner habe damals, in einer ersten Vernehmung, gesagt, die von der Polizei gefundene illegale Waffe gehöre ihm und nicht seinem Sohn. Nach Anklageverlesung am Montag schwieg der Deutsche aber zu den Vorwürfen. Seine Anwältin sagte, ihr Mandant äußere sich nicht dazu.

Nach einem Rechtsgespräch wurde der Prozess vertagt – auf unbestimmte Zeit. Der Grund: Zwei Polizisten, die mit dem Fall beschäftigt waren, fehlten vor Gericht. Die zwei Zeugen würden auf längere Zeit krankheitsbedingt ausfallen. Ihre Aussagen seien jedoch wichtig. Denn bei einer Verurteilung droht dem Angeklagten eine Mindeststrafe von sechs Monaten Haft. (skl)