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Dienstag, 06.09.2005

Rennfahrer-Legende Melkus schlief friedlich für immer ein

DRESDEN - Eine Rennfahrer-Legende ist tot: Heinz Melkus starb gestern im Alter von 77 Jahren in seiner Heimatstadt Dresden.

„Er ist früh halb neun friedlich eingeschlafen“, so sein Enkel Ronny (31), der in die Rennfahrer-Fußstapfen von Opa Heinz und Vater Ulli getreten ist. „Trotzdem sind wir geschockt, weil sein Tod überraschend kam. Noch voriges Wochenende war er gut gelaunt bei der Schuleinführung meines Sohnes Jonny.“ Allerdings hatte Heinz Melkus schon seit einigen Jahren mit Herzproblemen zu kämpfen.

Als Teenager begann er seine Rennfahrer-Karriere, mit 30 war er die Nr. 1 der DDR, holte zwischen 1958 und 1972 fünf Titel und gewann mehrmals den „Pokal für Frieden und Freundschaft der sozialistischen Länder“ - auch Formel 1 des Ostens genannt.

1955 eröffnete Melkus auf der Leipziger Straße eine der ersten privaten Fahrschulen der DDR, die er bis 1994 führte. Enkel Ronny hat diese anlässlich des 50. Gründungs-Tages im Frühjahr reaktiviert.

Europaweit berühmt wurde Heinz Melkus auch als Konstrukteur und Erbauer von Sportwagen, allen voran dem RS 1000, der bis 1980 101-mal produziert wurde. Die Beisetzung findet am Freitag auf dem Friedhof Bühlau statt. Zur Trauer-Feier im BMW-Auto-haus von Heinz’ Sohn Peter werden 1000 Gäs-te erwartet. TS