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Montag, 13.08.2018

Rekordtrockenheit in der Oberlausitz

Seit Februar fehlt Niederschlag in Größenordnungen. 2018 schlägt sogar das Jahr 2003.

© LfULG

Oberlausitz. So trocken war es in der Oberlausitz noch nie: Das Niederschlagsdefizit im ersten Halbjahr 2018 ist enorm. So fielen in Görlitz von Januar bis Juli 42 Prozent weniger Niederschlag (2003: 33 Prozent weniger), im Februar fielen nur sieben Prozent des langjährigen Durchschnitts, im April 65 Prozent, im Mai 26 Prozent, im Juni 39 Prozent und im Juli 52 Prozent. Schon im Februar bestand trotz Kälte Waldbrandgefahr. Bisher galt 2003 als das trockenste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

So heiß war es ebenfalls noch nie: April bis Juli gehören an der Wetterstation in Görlitz zu den Top 10 der wärmsten seit 1935, April sogar der wärmste und Mai der zweitwärmste. Insgesamt hat es bis Ende Juli bereits 43 Tage mit Höchsttemperaturen von über 25 Grad gegeben, darunter 13 Tage (2003: 6 Tage) mit über 30 Grad. Das sind 23 mehr als im langjährigen Durchschnitt und neun mehr als 2003.

So warm waren auch die Nächte noch nie. Seit April liegen die Tagestiefsttemperaturen, die in der Nacht erreicht werden fast ausnahmslos über dem Durchschnitt – an sehr vielen Tagen mit fünf bis acht Grad mehr sogar sehr deutlich über dem bisher gewohnten. Das ist auch für Menschen belastend.