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Dienstag, 15.05.2018

Rekordergebnis für Lange-Uhr

Der erste Lange-Zeitmesser mit Stahlgehäuse kam in Genf unter den Hammer. Der Erlös geht an ein Kinderhilfswerk.

Von Maik Brückner

Die Uhr „1815 Homage to Walter Lange“ wurde am Sonntagabend im Genfer Auktionshaus Phillips vom Uhrenexperten Aurel Bacs versteigert.
Die Uhr „1815 Homage to Walter Lange“ wurde am Sonntagabend im Genfer Auktionshaus Phillips vom Uhrenexperten Aurel Bacs versteigert.

© Lange Uhren

Glashütte/Genf. Sehr zufrieden ist das Team des Luxusuhrenherstellers Lange am Montag aus Genf zurückgekehrt. In der schweizerischen Stadt wurde am Sonntagabend ein Uhren-Unikat der Firma versteigert. Ein Bieter, der dem Unternehmen nicht bekannt ist, ersteigerte das Model „1815 Homage to Walter Lange“ für 713 627 Euro. Das sei „ein Hammerpreis“, teilte das Unternehmen am Montag mit. Das sei laut Lange das höchste Auktionsergebnis, das jemals für eine Lange-Armbanduhr erreicht wurde.

Geschäftsführer Wilhelm Schmid zeigte sich zufrieden: „Das Ergebnis hat unsere Erwartungen weit übertroffen.“ Der hohe Auktionserlös reflektiere die gestiegene Wertschätzung für die Uhren seiner Manufaktur, vor allem die große Verehrung der weltweiten Sammlergemeinde für Walter Langes. Dieser hatte die Manufaktur 1990 wieder gegründet und war im Januar 2017 verstorben. Der Erlös werde ganz in dessen Sinne eingesetzt, so Schmid. Er geht an das Kinderhilfswerk Children Action. Diese Organisation setzt sich laut Schmid für das körperliche und seelische Wohl hilfsbedürftiger Kinder und Jugendlicher auf der ganzen Welt ein. Das Motto der 1994 vom Schweizer Geschäftsmann Bernard Sabrier gegründeten Stiftung lautet „Jedes Kind hat ein Recht auf Kindheit“. Der Erlös der Versteigerung soll zielgerichtet für eines ihrer Hilfsprojekte verwendet werden. Für den Auktionator Aurel Bacs erklärt sich der Erfolg der Uhr in erster Linie so. „Die 1815 Homage to Walter Lange ist die erste offizielle Stahluhr von A. Lange & Söhne.“ Sie sei ein Sammlertraum und war von vornherein für eine Stiftung bestimmt, die Kindern in Not hilft. „Diese einzigartige Geschichte wird für immer mit dem Ursprung der Uhr verbunden sein.“

Neben der Stahlversion gibt es limitierte Editionen in Weißgold (145 Stück), Rotgold (90) und Gelbgold (27). Diese greifen wichtige Eckdaten der Manufakturgeschichte auf: 145 Jahre liegen zwischen der Erstgründung durch Ferdinand Adolph Lange und der Neugründung durch Walter Lange, auf das Jahr der Neugründung 1990 nimmt die Rotgold-Version Bezug. Die 27 bezieht sich auf die Zeitspanne zwischen der Unternehmensneugründung und der Präsentation des Sondermodells in Stahl.

Die Uhren in den drei Goldvarianten kosten je Modell 47 000 Euro und werden laut Lange Uhren im Herbst in die Fachgeschäfte und Boutiquen geliefert.