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Donnerstag, 14.06.2018

Radibor fordert andere Umleitung

Der Straßenbau in Radibor soll nun doch in diesem Jahr beginnen. Aber vorher soll noch Einiges geklärt werden, fordert der Gemeinderat.

Von Kerstin Fiedler

© dpa

Radibor. Die positive Nachricht vorweg: Der Zuwendungsbescheid über die gesamte Höhe der Förderung, also 90 Prozent der Kosten, für den Straßenbau in Radibor ist im Landratsamt eingegangen. Somit können doch die ersten Maßnahmen noch in diesem Jahr begonnen werden. Wenn auch mit einiger Verspätung, denn vorgesehen war der Baubeginn bereits im Mai.

Bei dem Vorhaben geht es um eine komplizierte Straßenkreuzung, denn hier kommen fünf Straßen und ein Weg zusammen. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) übernimmt die Koordination für alle Partner, weil es sich um Staats- und Kreisstraßen handelt. Beteiligt sind ebenso das Landratsamt, der Abwasserzweckverband Kleine Spree und die Gemeinde Radibor mit Gehweg und Beleuchtung. Begonnen werden soll am ehemaligen Bahndamm, wo ein Regenrückhaltebecken gebaut wird. Danach beginnt dort der Straßenbau. Im nächsten Jahr geht es dann weiter auf der Lilienstraße bis ins Dorf. Von der Dorfmitte bis zum Friedhof soll in den Sommerferien gebaut werden. Die weiteren Vorhaben sollen 2020 erledigt werden. Allerdings, und das bemängelt der Gemeinderat, wird es nach jetzigem Stand keine weiträumige Umleitung geben. Diese hatte der geschäftsführer der Radiborer Agrargesellschaft direkt über die Felder angeboten. „Das ist doch eine tolle Geste, die sollte man auch nutzen“, findet Gemeinderat Peter Klimann. Derzeit soll eine „kleine Umleitung“ über den Kirchweg gehen. Das lehnt der Gemeinderat ab. „Hier können sich keine großen Fahrzeuge begegnen“, sagen die Räte und fordern, dass sich das Lasuv noch einmal intensiv mit dem Thema beschäftigt und das Gespräch mit dem Landwirtschaftsbetrieb sucht.