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Freitag, 09.11.2018

Radebeuler schauen nach oben

Von Jürgen Schwarz

Radebeul. Der SV Einheit Kamenz (25 Punkte) und Verfolger FC Grimma (23) haben sich in der Fußball-Landesliga schon etwas von der Konkurrenz abgesetzt. Auf den Rängen drei und vier folgen der Großenhainer FV und Kickers Markkleeberg (17).

Am 11. Spieltag baut der GFV auf das Heimrecht. Gespielt wird am Samstag ab 14 Uhr in der Jahnkampfbahn, nicht wie ursprünglich vom Verband angekündigt im Bürgerpark. Zu Gast beim Tabellendritten ist der Aufsteiger SV Olbernhau (11.), der auswärts einen Sieg, ein Remis und drei Niederlagen zu Buche stehen hat. Für die Großenhainer „ein eminent wichtiges Spiel“, sagt Geschäftsführer Alexander Gleis, der sich Olbernhau am vergangenen Sonntag im Heimspiel gegen Markkleeberg (1:3) angeschaut hatte. Trainer Thomas Kupper hofft auf den einen oder anderen „Rückkehrer“. Zuletzt fehlten ihm beim Verfolgerduell in Grimma neun Spieler.

Nur zwei Zähler hinter Großenhain rangiert der Radebeuler BC (5.), der sich trotz großer Personalsorgen vor einer Woche die drei Punkte beim Gastspiel in Taucha (2:1) sicherte. Auch der RBC baut auf das Heimrecht und erwartet im Weinbergstadion den um einen Punkt besser platzierten Tabellennachbar FC 1910 Lößnitz. „Ich hoffe, dass unsere Jungs aus der zweiten Mannschaft wieder so beherzt aufspielen, wie sie das zuletzt getan haben“, sagt Trainer Matthias Müller. Seit Wochen muss der 64-Jährige auf Nachwuchsspieler und Anschlusskader zurückgreifen, „weil der Kader für einen Landesliga-Verein einfach zu klein ist. Wir müssen in der Winterpause personell nachlegen, sonst erleben wir irgendwann unser blaues Wunder“. Die Lößnitzer verloren zuletzt ihr Heimspiel gegen Spitzenreiter Einheit Kamenz trotz Führung mit 1:2.

Ganz entspannt kann Riesas Trainer Daniel Küttner der Sonntag-Begegnung ab 14 Uhr in Markranstädt entgegensehen. Nach vier Spieltagen zum Abstiegskandidaten abgestempelt, holte seine Mannschaft aus den letzten sechs Partien 15 Punkte und kletterte in der Tabelle bis auf Rang sieben. Die Gastgeber haben als Tabellenzehnter zwei Zähler weniger auf dem Konto. Küttner bleibt Realist: „Mit Rückschlägen zu Saisonbeginn musste man rechnen und die werden auch bis Saisonende nicht ausbleiben. Und es gibt jetzt auch keinen Grund zur Euphorie, denn wir haben die Spiele meist sehr knapp gewonnen. Auch vor einer Woche gegen Schlusslicht Empor Glauchau mussten wir viel investieren, um nach einem 0:2-Rückstand die drei Punkte in Riesa zu behalten.“