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Freitag, 26.10.2018

Radebeul will Revanche

Von Jürgen Schwarz

Radebeul. Acht von 30 Spieltagen sind in der Fußball-Landesliga absolviert und auf den ersten vier Plätzen haben sich ausnahmslos Teams eingefunden, die vor dem Saisonstart im Kreis der Titelanwärter erwartet wurden. Der FC Grimma hat 20 Punkte auf dem Konto und führt vor Oberliga-Absteiger SV Einheit Kamenz (19) sowie dem FC 1910 Lößnitz (15) und dem Großenhainer FV 1990 (14).

Der GFV erwartet am 9. Spieltag den SV Germania Mittweida. Der Neuling hält sich bisher wacker und rangiert auf Platz zehn. Auswärts stehen ein Sieg und drei Niederlagen zu Buche. „Wir wollen den Dreier vom vergangenen Samstag veredeln und die drei Zähler hierbehalten“, sagt Geschäftsführer Alexander Gleis. Der 3:2-Erfolg beim Tabellennachbarn FC 1910 Lößnitz sollte für ausreichend „Rückenwind“ sorgen.

Die bisher höchste Niederlage kassierte Mittweida in Pirna-Copitz (0:6). Für den VfL blieb es allerdings der bisher einzige Saisonsieg. Ohne Zweifel liegt die Mannschaft von Trainer Frank Paulus bisher weit hinter den Erwartungen zurück. „Und wir haben nicht vor, Copitz heranrücken zu lassen“, sagt Matthias Müller, Trainer des Radebeuler BC. Im heimischen Weinbergstadion steht am Samstag das Duell zwischen den Tabellensiebenten und dem Vorletzten des 16er Feldes an. Beide Mannschaften standen sich bereits in der ersten Pokalrunde am 18. August gegenüber. Die Pirnaer setzten sich in der Karl-May-Stadt durch ein Tor von Stefan Höer mit 1:0 durch. Höer ist einer von fünf Neuzugängen beim VfL und wird auch diesmal dabei sein. Dagegen stehen die beiden Ex-Kamenzer Sebastian Heine (Kreuzbandriss) und Torhüter Ron Wochnik (Schulter-Verletzung) nicht zur Verfügung. Neben dem aus Lößnitz gekommenen Tim Baumann zählt auch Routinier Eric Prentki zu den „Neuen“ beim VfL. Das erste Viertel der Saison hatte sich auch der 28-Jährige ganz anders vorgestellt: „Die Tabelle lügt natürlich nicht. Wir suchen im Moment noch nach Konstanz, Durchschlagskraft und könnten auch mal ein Quäntchen Glück gut gebrauchen.“

Die Radebeuler werden sich, wie bereits in der Vorsaison, als sie beide Duelle gewannen, hochmotiviert präsentieren. „Lotte“ Müller musste in der Sommerpause seinen Spielmacher Philip Heineccius nach Wilsdruff ziehen lassen, bekam aber mit dem Argentinier Ezequiel Horacio Rosendo (aus Bautzen) mehr als nur einen Ersatz. Zuletzt fehlte der Gaucho allerdings beim Derby in Riesa, und prompt riss die Radebeuler Erfolgsserie (0:2). Zuvor hatte der RBC zehn von zwölf möglichen Punkten gebucht, nachdem es zu Beginn der Saison nicht optimal gelaufen war. Fehlen werden gegen den VfL allerdings zwei wichtige Leistungsträger: Zdenek Kopas und Erik Talke sind gesperrt. Beide flogen in Riesa wegen Meckerns mit Gelb-Rot vom Platz. „Mich regen diese Disziplinlosigkeiten furchtbar auf. Wir hätten in Riesa niemals verlieren dürfen, denn Stahl konnte uns selbst in doppelter Überzahl nicht bespielen. Aber sie haben eben einen Paul Kiontke, der aus wenig viel macht. So ein Knipser fehlt uns“, schätzt der RBC-Coach ein. „Nichtsdestotrotz wollen wir die drei Punkte am Samstag mit aller Macht in Radebeul behalten. Dann hätten wir neun Zähler zwischen uns und Pirna-Copitz gebracht, und das wäre schon eine Hausnummer.“