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Donnerstag, 26.04.2018 Fußball-Landesliga

Radebeul plant zweiten Streich

Der RBC erwartet am Samstag die BSG Stahl Riesa und will wie im Hinspiel als Sieger den Platz verlassen. Großenhain schaut zu.

Von Jürgen Schwarz

© Symbolfoto: Claudid Hübschmann

Radebeul. In der Fußball-Landesliga steht für den Tabellenvierten Großenhainer FV ein spielfreies Wochenende an. Durch den Rückzug des VFC Plauen 2. muss in der Rückrunde pro Spieltag ein Team pausieren. Gefahr droht dem Neuling nicht, denn Kickers Markkleeberg (5.) hat sieben Zähler Rückstand auf den GFV. Der VfL Hohenstein-Ernstthal (49 Punkte), der FC 1910 Lößnitz (43) und der FC Grimma (39) kämpfen um den Aufstieg in die NOFV-Oberliga Süd, haben ihre Bewerbungsunterlagen fristgemäß beim Nordostdeutschen Fußball-Verband eingereicht. Die Großenhainer, punktgleich mit Grimma, haben bereits ihren Aufstiegsverzicht erklärt.

Ganz andere Sorgen haben die Radebeuler, die trotzdem in Richtung Oberliga schauen (müssen), denn der SV Einheit Kamenz steht nach nur einem Jahr in der 5. Liga unmittelbar vor der Rückkehr in die Sachsenliga. Sollte dieser Fall eintreten, müssten neben dem VFC Plauen II noch drei Vereine den Gang in die Landesklasse antreten. Aktuell wären das Lipsia Eutritzsch (17 Zähler), der Reichenbacher FC und Rapid Chemnitz (beide jeweils 20). Die Radebeuler haben als Tabellenzehnter 23 Punkte auf dem Konto.

Am Samstag erwartet der RBC die BSG Stahl Riesa (8.) im heimischen Weinbergstadion. Mit dem vierten Heimsieg würden die Karl-May-Städter bis auf einen Zähler an Riesa heranrücken. Unmöglich scheint das nicht, gewannen doch die Radebeuler das Hinspiel mit 1:0. RBC-Kapitän Felix Graage hatte vor mehr als 317 Zuschauern in der 85. Minute das Tor des Tages erzielt. „Es war ohne Zweifel ein glücklicher Sieg für uns, aber eminent wichtig“, erinnert sich Co-Trainer Nikica Maglica. Er vertrat am 21. Oktober 2017 den Radebeuler Chefcoach Matthias Müller, der sich anlässlich seines 63. Geburtstages ein paar Urlaubstage auf Rhodos (Griechenland) gegönnt hatte.

Die BSG Stahl hat in der Rückrunde nur eine von sieben Partie gewonnen: das Derby gegen Großenhain (2:1). Dieses Prestigeduell in der Feralpi-Arena vor 776 Zuschauern - noch immer Saisonrekord - hat nun für die Riesaer noch ein sehr bitteres Nachspiel. Aufgrund des zweimaligen Abbrennens von Pyrotechnik wurde Stahl vom Sportgericht des Sächsischen Fußball-Verbandes zu einer Geldstrafe von 400 Euro verurteilt. Der Verein „bedanke“ sich bei den Verursachern auf das Herzlichste, ist auf der Homepage zu lesen und man werde sich „das Geld von diesen zurückerstatten lassen“. Indes hofft Stahl-Coach Daniel Küttner, dass seine Mannschaft in Radebeul an die starke zweite Halbzeit von vor einer Woche gegen Spitzenreiter VfL Hohenstein-Ernstthal (1:3) anknüpft. Die Riesaer hatten den Titelfavoriten am Rande einer Niederlage, vergaben aber zu viele Chancen und kassierten in den letzten Minuten noch zwei unglückliche Gegentore.