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Mittwoch, 16.05.2018 Kommentar

Quittung für übertriebene Bürokratie

SZ-Redakteur Peter Hilbert kommentiert die kommunale Krux zwischen Theorie und Praxis.

Von Peter Hilbert

SZ-Redakteur Peter Hilbert.
SZ-Redakteur Peter Hilbert.

© Wolfgang Wittchen

In schlechten Zeiten für die Baubranche sind öffentliche Aufträge gefragt. Sie werden auch angenommen, wenn nicht viel daran verdient wird. Doch derzeit brummt das Geschäft. Dann fällt der öffentlichen Hand das komplizierte Vergaberecht auf die Füße. Sie erhält die Quittung für übertriebene Bürokratie und findet wie am Blauen Wunder und im Zwinger keine Baufirmen.

Den enormen Aufwand wollen sich Firmen sparen, die bei Privatinvestoren unkompliziert lukrative Aufträge bekommen. Die Regelung müsste schnell vereinfacht werden.

Sicher ist es nötig, dass bei der Vergabe nicht gemauschelt wird, Schmiergelder fließen oder Aufträge unter der Hand weggehen. Doch wer in Sonntagsreden von einer schlanken Verwaltung spricht, muss auch handeln. Ein großer Teil der Bauverwaltung ist mit der Auftragsvergabe beschäftigt. Einfachere Vergaberegeln müssen her, damit auch tatsächlich Aufwand und Personal gespart werden können.

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