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Freitag, 13.07.2018

Quartierbus fährt bald bis zum Ärztehaus

Der Testbetrieb der Linie 73 wurde verlängert, um die Abläufe zu verbessern und mehr Fahrgäste anzulocken. Jetzt gibt es die ersten Änderungen.

Von Sarah Herrmann

Nur wenige Personen sind mit der neuen Buslinie 73 unterwegs. Damit sich das ändert, sollen Strecke und Takt demnächst angepasst werden. Dann könnte aus einem Test- ein dauerhafter Betrieb werden.
Nur wenige Personen sind mit der neuen Buslinie 73 unterwegs. Damit sich das ändert, sollen Strecke und Takt demnächst angepasst werden. Dann könnte aus einem Test- ein dauerhafter Betrieb werden.

© Sven Ellger

Letzte Chance für die neue Buslinie im Dresdner Norden: Der Testbetrieb der 73 wurde bis zum 7. Januar verlängert (die SZ berichtete). Danach wollen die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) entscheiden, ob die Verbindung zwischen Wilder Mann und S-Bahn-Haltepunkt Pieschen dauerhaft bestehen bleibt. Bis Anfang 2019 wollen die Beteiligten die Abläufe verbessern und mehr Fahrgäste anlocken. Dafür gibt es nun Pläne, die zeitnah umgesetzt werden sollen.

So soll der Quartierbus künftig auch das Ärztehaus Mickten auf der Wurzener Straße anfahren. Das ist bei der ersten Sitzung einer extra einberufenen Arbeitsgruppe beschlossen worden. Beteiligt waren neben Vertretern der Verkehrsbetriebe auch Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne), Pieschener Ortsbeiräte, Stadträte, sowie Mitarbeiter aus dem Stadtplanungs- und dem Straßen- und Tiefbauamt. „ Im August wird es eine Begehung vor Ort geben, um Streckenführung und Lage der Haltestelle festzulegen“, teilt DVB-Sprecher Falk Lösch auf SZ-Anfrage mit. „Danach muss die Veränderung der einstweiligen Erlaubnis für den Linienbetrieb beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr beantragt werden.“

Neben der verlängerten Verkehrsführung sollen aber noch weitere Ideen umgesetzt werden. „Wir passen den Fahrplan statt auf die Übergänge von und zur Linie 3 künftig eher an die von und zur S-Bahn an“, erklärt Lösch. „Zur Umsetzung bedarf es einer neuen Datenladung, die bei Fahrplanwechseln oder großen Bauarbeiten in der Regel mehrfach pro Jahr durchgeführt werden.“ Außerdem soll die Linie 73 wegen der geringen Nutzung sonntags nur noch als Anruflinientaxi fahren.

Bisher waren an Sonntagen im Schnitt nur 70 Fahrgäste mit dem Quartierbus unterwegs. An Sonnabenden fuhren im Schnitt 80 mit, an Werktagen 220. Für die DVB ist das zu wenig. Sie hatten auf 500 Nutzer pro Tag gehofft. Zum Vergleich: Mit besonders stark frequentierten Linienbussen sind täglich rund 30 000 Personen unterwegs. Die anderen Quartierlinien werden von 800 bis 1 000 Fahrgästen genutzt. Kostendeckend sind diese Verbindungen alle nicht.

Wann die neuen Pläne für die Buslinie 73 umgesetzt werden, ist indes noch unklar. „Alle Änderungen sollen im Paket umgesetzt werden. Ein genaues Datum steht aber noch nicht fest“, sagt Lösch.

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