erweiterte Suche
Montag, 03.09.2018

Punktgewinn in Unterzahl

Von Jürgen Schwarz

Die Bannewitzer (in Blau-Weiß) spielten bei den Wilsdruffern (in roten Trikots) mehr als eine Stunde lang zu zehnt. Foto: Karl-Ludwig Oberthür
Die Bannewitzer (in Blau-Weiß) spielten bei den Wilsdruffern (in roten Trikots) mehr als eine Stunde lang zu zehnt. Foto: Karl-Ludwig Oberthür

© - keine Angabe im huGO-Archivsys

Der Hainsberger SV unterlag am Sonntag dem BSC Freiberg mit 2:5 (0:1). Die Bergstädter übernahmen damit die Spitzenposition in der Fußball-Landesklasse Mitte. Philipp Gröblehner und Marian Weinhold hatten den HSV trotz Unterzahl nach einem 0:2 auf 2:2 herangebracht. Zuvor hatte Tony Krampe Gelb-Rot gesehen. In den letzten acht Minuten traf Freiberg noch dreimal ins Schwarze. Besser lief es für Empor Possendorf daheim gegen Gröditz. Alle Tore fielen im zweiten Abschnitt. Kapitän Mario Becker (2), Simon Schreiber und Rene Schmidt sorgten mit ihren Toren für die ersten Zähler auf dem Konto.

Der FV Blau-Weiß Stahl Freital kam in seinem ersten Pflichtspiel der Saison zu einem 1:0-Sieg beim Hartmannsdorfer SV Empor. Das Tor des Tages vor nur 70 Besuchern erzielte Philipp Rehn (13. Minute).

Die Gäste staunten nicht schlecht, dass sich bei den Gastgebern ausgerechnet Torjäger Normen Bendix die Torwart-Handschuhe überstreifte. Der 28-Jährige machte seine Sache sehr ordentlich, parierte sogar zwei Handelfmeter. Eric Zimmermann scheiterte beim ersten Versuch und auch bei der Wiederholung (73.).

„Ich bin trotz der Niederlage zufrieden mit der Leistung meiner Spieler. Defensiv haben wir gut gearbeitet, aber natürlich fehlte uns Normen Bendix im Offensivbereich. Der Sieg der Freitaler ging aber in Ordnung, auch wenn Oliver Behge kurz vor Schluss noch eine Großchance vergab.“

„Wir waren vom 0:2 aus der Vorsaison gewarnt und begannen sehr konzentriert gegen die massive Abwehrreihe der Gastgeber. Nach einigen verheißungsvollen Versuchen von Weidauer, Zimmermann und Reichel, war dann Rehn in Arjen-Robben-Manier zur Stelle und brachte uns mit einem phantatischen Schlenzer in Führung“, strahlte Stahl-Coach Jens Wagner.

Anschließend verpassten die Gäste durch Ruß, Laspe und Zimmermann weitere Möglichkeiten. „Im zweiten Abschnitt merkte man den Hartmannsdorfern den unbedingten Willen an, noch den Ausgleich zu machen. Aber bis auf die besagte Chance von Behge ließen wir nichts zu“, so Wagner. Auf der Gegenseite setzte John Boros einen Freistoß an die Torumrahmung, sodass es beim knappen Sieg für die Stahl-Kicker aus Freital blieb.

Coach moniert Chancenverwertung

Mit einem 1:1 (0:1)-Unentschieden trennten sich die SG Motor Wilsdruff und der SV Bannewitz. Die Gäste mussten nach einer Roten Karte für Bruno Schneider ab der 28. Minute in Unterzahl spielen, gingen dennoch durch Maik Kretzschmar in Führung (36.). Wilsdruff kam nach dem Seitentausch durch Jörg Göhler (67.) zum Ausgleich. „Für uns sind das zwei verlorene Punkte“, stellte Motor-Coach Paul Rabe nach Spielende trocken fest.

„Meiner Mannschaft kann ich tatsächlich nur einen Vorwurf machen, und das ist die schwache Chancenverwertung. Beste Einschussmöglichkeiten durch Richter, Heineccius, Hille oder Neumann blieben allesamt ungenutzt“, ärgerte sich der 29-Jährige. „Bannewitz hat in der zweiten Halbzeit mit viel Herz verteidigt, dennoch hätten wir den Sieg verdient gehabt. Unsere Spielidee ist absolut aufgegangen. Schon bis zum Platzverweis, der aus meiner Sicht absolut berechtigt war, hatten wir die Bannewitzer im Griff.“

Am Ende frohlockten natürlich die Gäste. „Ja, wir sind absolut zufrieden, mit nur zehn Mann über eine Stunde Spielzeit Paroli geboten und einen Zähler geholt zu haben“, resümierte SVB-Coach Jens Hieckmann. „Nach dem Platzverweis hatten wir schon etwas Mühe, den Rhythmus zu finden. Die Wilsdruffer hatten da naturgemäß dann mehr vom Spiel, aber wir hinten heraus die bessere Kondition. Wir haben das taktisch klug gemacht und nach dem 1:1 eigentlich nichts mehr zugelassen.“

Seinen Einstand beim SV Wesenitztal hatte sich Trainer Uwe Rahle ganz sicher anders vorgestellt: „Ja, es ist ein klassischer Fehlstart.“ Nach der 0:1-Auftaktniederlage gegen Wilsdruff zog der SVW auch beim Aufsteiger VfL Pirna-Copitz II mit 1:2 (0:2) den Kürzeren. Florian Göpfert (27., 42.) sorgte für den Pausenstand, nach dem Wechsel verkürzte Martin Schiefner (52.). „In der zweiten Halbzeit hatten wir etliche Chancen zum Ausgleich, aber Schiefner traf zweimal nur das Aluminium“, ärgerte sich Rahle. Schließlich jagte Kapitän John Braun auch noch einen Strafstoß in die Wolken (66.). Turbulent ging es auch beim Duell zwischen TuS Weinböhla und dem Heidenauer SV zu (1:0). Toni Sieger markierte das Tor des Tages vom Elfmeterpunkt (30.). Nur 180 Sekunden später bekamen auch die Gäste einen Strafstoß zugesprochen, aber Heidenaus Markus Hexamer schoss das Leder am Tor vorbei.

Am Wochenende pausiert die Landesklasse, weil die zweite Runde um den Landespokal ausgetragen wird. Insgesamt stehen 25 Paarungen auf dem Programm.