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Freitag, 11.05.2018

Protestmarsch zur Talsperre Lehnmühle

Wanderfreunde sind aufgerufen, für die Begehbarkeit der Mauerkrone Zeichen zu setzen.

Von Anja Ehrhartsmann

© Archiv/SZ

Hartmannsdorf- Reichenau. Zum Tag des Wanderns am Montag, 14. Mai, lädt Kreiswanderwegewart Gunter Fichte alle Wanderfreunde, egal ob solo, als Gruppe oder Verein, dazu ein, eine individuelle Sternwanderung zur Baustelle an der Mauerkrone der Talsperre Lehnmühle zu unternehmen, die derzeit für den Hochwasserschutz umgebaut wird. Treffpunkt ist um 12.30 Uhr am Wanderrastplatz der Mühlenfreunde, am historischen Standort der einstigen Lehnmühle. Vor Ort wird es eine kurze Infoveranstaltung geben, bevor jeder wieder seiner eigenen Wanderroute folgt. Anlass für den Protestmarsch ist unter anderem die gescheiterte Petition, die der entsprechende Ausschuss des sächsischen Landtags vor einigen Wochen ablehnte. Gunter Fichte hatte sich gemeinsam mit anderen dafür eingesetzt, die Staumauer der Talsperre Lehnmühle für Wanderer zugänglich zu machen.

Die Landestalsperrenverwaltung als Betreiber der Stauanlage argumentiert, dass die Brüstungen auf der Mauer nicht den heutigen Sicherheitsanforderungen entsprächen. Und direkt an der Mauerkrone liegt außerdem das Betriebsgelände der Staumeisterei, auf dem Material und Technik lagern. Dort soll nicht jedermann reingehen, und es sei nicht möglich, diesen Bereich vom Weg über die Mauer zu trennen, anders als an der Malter oder Klingenberg. Der Landtagsausschuss folgte diesen Argumenten und wies die Petition zurück.

Damit gilt weiterhin der Kompromiss, den die Landestalsperrenverwaltung bisher schon anbietet. Demnach können zu vorher festgelegten Terminen alle zwei Wochen Wandergruppen in Begleitung eines Staumeisters über die Mauer der Lehnmühle gehen. Um die Region touristisch aufzuwerten sei das aber nicht ausreichend und zu kurz gedacht, so Gunter Fichte.