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Montag, 23.03.2015

Premiere für das neue Teleskop

Der Astroclub Radebeul hat am Wochenende das größte transportable Teleskop Sachsens eingeweiht. Mit 300 Besuchern.

Von Wolf Dieter Liebschner

Astroclub-Vorsitzender Martin Fiedler präsentiert hier auf dem Gelände der Sternwarte Radebeul das größte transportable Teleskop Sachsens. Es wurde in Frankreich gefertigt.
Astroclub-Vorsitzender Martin Fiedler präsentiert hier auf dem Gelände der Sternwarte Radebeul das größte transportable Teleskop Sachsens. Es wurde in Frankreich gefertigt.

© Arvid Müller

Mond, Planeten, Sterne oder ganze Sternhaufen – jeden Freitagabend bietet der Astroclub Radebeul astronomisch Interessierten einen Blick ins Himmelreich. Gute Sicht vorausgesetzt. Doch den Beobachtungen waren häufig Grenzen gesetzt. Beispielsweise beim Andromeda-Nebel. Er war zwar zu sehen, erschien den Beobachtern allerdings nur als konturloser Fleck.

Das gehört nun der Vergangenheit an. Am vergangenen Wochenende war das neue Newton-Spiegelteleskop des Radebeuler Astroclubs erstmals im Einsatz. „Das ist das größte transportable Teleskop Sachsens“, sagt Astroclub-Vorsitzender Martin Fiedler. Über 300 Besucher überzeugten sich davon.

„Die Beobachtungen verbessern sich damit erheblich“, ergänzt Andreas Krawietz, der Schatzmeister des Astroclubs. „Egal ob Andromeda- oder andere Spiralnebel – mit dem neuen Teleskop werden Strukturen sichtbar, beispielsweise sind nun auch die Spiralarme erkennbar.“ Und nicht nur das. Auch eng beieinander stehende Doppel- oder Dreifach-Sterne sind nun besser zu beobachten.

Das Teleskop ist eine Konstruktion aus Holz, Aluminium und Karbon mit einem Spiegeldurchmesser von 60 Zentimetern. Damit hat es eine dreimal so große Spiegelfläche wie das bisher größte Teleskop des Astroclubs. „Ein größerer Spiegel bedeutet, dass mehr Licht gesammelt werden kann“, erklärt der Clubchef. „Dadurch können wir in größere Entfernungen schauen.“

Angefertigt wurde es in einer Spiegelmanufaktur in Frankreich. Unter anderem ist das Teleskop mit einer Computersteuerung ausgerüstet. Deshalb ist ein manuelles Nachführen des Geräts nicht erforderlich. Gekostet hat das Gerät rund 18 000 Euro. Ein reichliches Drittel der Summe hat der Astroclub selbst aufgebracht. Den Rest finanzierten Sponsoren – hauptsächlich die Sparkasse Meißen, der Lions Club und der Rotary Club Radebeul.

Das kompakte Teleskop wiegt lediglich 95 Kilogramm. Es ist rollbar und binnen zwei Minuten einsatzfähig. Der Astroclub will das Teleskop unter anderem beim Herbst- und Weinfest auf dem Altkötzschenbrodaer Anger präsentieren.

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