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Dienstag, 10.07.2018

Polizeiwache ab sofort länger offen

Nach einer Absprache von Revierchef Hanjo Protze mit OB Bert Wendsche wird vier Stunden mehr geöffnet – aber vorerst nur im Drei-Monate-Test.

Von Peter Redlich

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Das ehemalige Polizeirevier in der Birkenstraße 15 in Radebeul-Ost. Hier gibt es nur noch einen Polizeiposten – dessen Öffnungszeit für Bürger wurde gerade von 8 bis 18 Uhr auf 6 bis 20 Uhr erweitert.
Das ehemalige Polizeirevier in der Birkenstraße 15 in Radebeul-Ost. Hier gibt es nur noch einen Polizeiposten – dessen Öffnungszeit für Bürger wurde gerade von 8 bis 18 Uhr auf 6 bis 20 Uhr erweitert.

© Norbert Millauer

  • Das ehemalige Polizeirevier in der Birkenstraße 15 in Radebeul-Ost. Hier gibt es nur noch einen Polizeiposten – dessen Öffnungszeit für Bürger wurde gerade von 8 bis 18 Uhr auf 6 bis 20 Uhr erweitert.
    Das ehemalige Polizeirevier in der Birkenstraße 15 in Radebeul-Ost. Hier gibt es nur noch einen Polizeiposten – dessen Öffnungszeit für Bürger wurde gerade von 8 bis 18 Uhr auf 6 bis 20 Uhr erweitert.
  • Neue Öffnungszeiten im Polizeirevier in Radebeul-Ost.
    Neue Öffnungszeiten im Polizeirevier in Radebeul-Ost.

Radebeul. Das neue Schild ist schon dran. In der Birkenstraße 15, dem ehemaligen Polizeirevier von Radebeul, ist der Polizeiposten jetzt länger da. Bislang galt: Anzeigen, Anfragen, Hinweise wurden hier hinter der Glasscheibe im Erdgeschoss von 8 bis 18 Uhr entgegengenommen. Ab sofort ist von 6 bis 20 Uhr geöffnet.

Anlass für die erweiterte Öffnung sind Forderungen von Bürgern und Stadträten, die seit vorigem Jahr verstärkt immer wieder vorgetragen werden. Zuletzt wurde im Stadtrat ein Beschluss gefasst, nachdem das sächsische Innenministerium aufgefordert wird, für Radebeul, Coswig und Moritzburg ein gemeinsames Polizeirevier einzurichten.

Mit dieser Diskussion im Hintergrund gab es im späten Frühjahr dieses Jahres ein Gespräch zwischen Radebeuls OB Bert Wendsche (parteilos), Dresdens Polizeipräsident Horst Kretzschmar und dem Leiter des Polizeireviers Meißen Hanjo Protze zur aktuellen Sicherheitslage in der Stadt Radebeul. Die Fakten besagen, dass seit vier Jahren die der Polizei bekannt gewordenen Straftaten in Radebeul kontinuierlich zurückgehen, so der Revierleiter. Zuletzt im Jahresvergleich 2017 zu 2016 um 17,1 Prozent.

Allerdings, so Hanjo Protze auch: Allein 34 Wohnungseinbruchsdiebstähle, und damit eine Steigerung zum Vorjahr von zwölf Fällen, machen deutlich, dass sich nicht alle Deliktsbereiche nach unten entwickeln. Auch deshalb bestehe in der Öffentlichkeit der nachvollziehbare Wunsch, mehr sichtbare Polizei auf den Straßen zu haben.

Es sei deshalb verabredet worden, dass Kräfte der Bereitschaftspolizei das Polizeirevier Meißen bei der Erhöhung der Präsenz im Stadtgebiet Radebeul unterstützen. Als zweite Sofortmaßnahme wurde festgelegt, vorerst für einen Testzeitraum von drei Monaten bis Ende September die Besetzungszeiten des Standortes Radebeul, Birkenstraße 15, für die persönliche Bürgervorsprache Montag bis Freitag auf 6 Uhr bis 20 Uhr zu verlängern. Hanjo Protze: „Ende September soll bewertet werden, inwieweit dies von den Bürgerinnen und Bürgern auch angenommen wird.“

Auf die Frage, ob das schon der erste Schritt wieder hin zu einem Polizeirevier sein könnte, sagte der Revierleiter: „Das ist eine Maßnahme unter der Schwelle eines 24 Stunden besetzten Reviers.“ Ob es dazu kommen wird, muss im Landespräsidium und im Innenministerium entschieden werden. Er als Revierleiter könne dazu mit Fakten beraten.

Fakt ist derzeit auch, dass nur zwei von drei Bürgerpolizistenstellen für Radebeul besetzt sind. Die dritte Stelle werde ab September wieder besetzt. Der Beamte wird gerade eingearbeitet, sagt Revierleiter Protze. Zum Revier Meißen gehören 181 Mitarbeiter. Fünf Streifenwagenbesatzungen stehen zur Verfügung. Zwei davon werden im Bereich Radebeul und Coswig eingesetzt, sagt Protze.

Stadtrat Jan Mücke (FDP) hatte vor wenigen Tagen bei der Verwaltung nachgefragt, wie es um die Sicherheitslage und Polizeibesetzung in Radebeul steht. OB Wendsche nannte in seinen Antworten weitere vier Sicherheitswächter, die auf den Straßen unterwegs sind und Bürgerhinweise aufnehmen. Der gemeindliche Vollzugsdienst (Politessen) im Ordnungsamt wurde von vier auf sechs Mitarbeiter aufgestockt.