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Montag, 15.10.2018

Pokalhöhepunkt vor über 1 000 Fans

Von Jürgen Schwarz

Der FV Blau-Weiß Stahl Freital hat am Sonntag das Achtelfinale um den sächsischen Fußball-Landespokal erreicht. Die Mannschaft von Trainer Jens Wagner setzte sich beim ESV Lok Zwickau (Tabellenvierter der Landesklasse West) vor 120 Zuschauern mit 4:2 (2:2, 1:1) nach Verlängerung durch. Die Blau-Weißen gerieten in der regulären Spielzeit zweimal in Rückstand (Neuper/9., Kretschmar/55.), schafften aber jeweils den Ausgleich durch Stephan Ruß (33.) und Maurice Reichel (63.).

Und die Freitaler hätten sich auch die Verlängerung ersparen können, aber Maik Laspe konnte in der 88. Minute einen Strafstoß nicht verwerten. Mit toller Moral steckten die Stahl-Kicker die verpasste Siegchance weg und trafen in der Verlängerung durch Philipp Rehn (109.) und erneut Reichel (120.) noch zweimal. Nun blicken dieFreitaler am Montagabend gespannt nach Leipzig, wo ab 17 Uhr in der Geschäftsstelle des Sächsischen Fußball-Verbandes die Achtelfinal-Paarungen ausgelost werden.

Nur ein Hainsberger happy

Nicht mehr im Rennen ist dagegen der Hainsberger SV, der sich im altehrwürdigen Bruno-Plache-Stadion dem gastgebenden Regionalligisten 1. FC Lok Leipzig vor 1 095 Zuschauern mit 1:6 (1:5) geschlagen geben musste. Um die vom Verband geforderten Sicherheitsauflagen einzuhalten, hatten sich die Hainsberger Verantwortlichen schweren Herzens entschieden, das Heimrecht an den Viertligisten abzugeben.

Einer war bei den Gästen trotz der deutlichen Niederlage happy: William Wessely. Der erst 18 Jahre alte HSV-Stürmer überwand Lok-Keeper Benjamin Kirsten in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Ein Treffer, von dem Wessely noch seinen Enkelkindern erzählen kann, auch wenn die Leipziger zuvor schon fünf Mal ins Schwarze getroffen hatten. „Benny“ Kirsten feierte wie angekündigt nach langer Verletzungspause ein Comeback. Der 31-Jährige spielte von 2008 bis 2015 für Dynamo Dresden und avancierte zum Publikumsliebling.

Sein Hainsberger Gegenüber Thomas Metzner hatte schon im ersten Abschnitt viel zu tun und kassierte trotz einiger guter Paraden fünf Gegentore. Toni Hartmann (2., 32.), Patrick Wolf (10.) und Matthias Steinborn (29., 39.). In der zweiten Halbzeit schaltete Lok zwei Gänge runter, die Hainsberger setzten sich besser in Szene und gaben kämpferisch alles. Nach 66 Minuten erzielte Steinborn aber seinen dritten Treffer.