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Freitag, 29.06.2018

Platz sieben bei der Weltmeisterschaft

Von Gert Richter

Kurt Balvin lag am letzten Wettkampftag der WM aussichtsreich im Rennen – dann machte ihm das Wetter einen Strich durch die Rechnung.Foto: Verein
Kurt Balvin lag am letzten Wettkampftag der WM aussichtsreich im Rennen – dann machte ihm das Wetter einen Strich durch die Rechnung.Foto: Verein

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An fünf Wettkampftagen fanden in Oberwiesenthal die EBHC-Bowhunter-Weltmeisterschaften 3D statt. Auch Kurt Balvin vom SV Koweg Görlitz hatte sich über den Deutschen Feldbogenverband für diese Weltmeisterschaft, die ja diesmal quasi vor der eigenen Haustür stattfand, qualifiziert. In seiner Bogenkasse „Freestyle Limited Recurve Veteran“ musste er sich mit weiteren elf Schützen aus der Schweiz, Österreich, Italien, England und Deutschland – alle älter als 55 Jahre – im Kampf um Titel und Medaillen auseinandersetzen. Mit circa 2 000 gemeldeten Startern sollte es das größte Bogensportereignis werden, das jemals in Europa stattfand.

Der Ausrichter hatte zwölf Parcours – acht auf deutscher und vier auf tschechischer Seite des Fichtelberges – mit jeweils 28 3 D-Tieren auf unbekannte Entfernungen gestellt. Jeder Schütze musste vier Parcours in einer vorher festgelegten Reihenfolge durchlaufen. Jeweils einer der fünf Wettkampftage war gruppenabhängig ein Ruhetag. Kurt Balvins Gruppe begann den Wettkampf am Montag mit dem Ruhetag, was sich im Nachhinein als kleiner Nachteil erweisen sollte. Der scharfe Start war dann der Dienstag mit der sogenannten Hunterrunde, in der jeder Schütze nur einen Pfeil zur Verfügung hat, um Punkte zu sammeln. Kurt Balvin hatte einen mittelmäßigen Start und beendete den ersten Wettkampftag mit 344 Punkten auf Rang vier und vier Punkten Rückstand auf den Bronzerang. An Tag zwei, eine Drei-Pfeil-Runde, fand Kurt Balvin besser in den Wettkampf und konnte sich mit dem erneut viertbesten Tagesergebnis den Abstand zum Bronzeplatz in Grenzen halten. Auch am dritten Tag wurde eine Drei-Pfeil-Runde geschossen. Da die bislang Führenden des Wettkampfes schwächelten, konnte sich Balvin mit erneut viertbester Tagesleistung auf den Bronzerang vorkämpfen. Der Abstand zu Silber betrug nur acht Punkte. Am entscheidenden Tag stand eine Zwei-Pfeil-Runde auf dem Programm – bei 350 Höhenmetern auf dem Fichtelberg. Leider machte das Wetter nicht mit. Regen, Wind und vor allem ein Temperatursturz auf drei Grad machten den Bogenschützen zu schaffen. Mit diesen Bedingungen kam Kurt Balvin überhaupt nicht zurecht. „Meine Finger waren so klamm, dass mir wiederholt der Pfeil von der Auflage fiel“, sagte der Routinier später. 269 Punkte in der Tageswertung und 1647 Gesamtpunkte reichten dann am Ende nur zu Platz sieben in der Klassenwertung.