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Freitag, 10.08.2018

Platz für Wasser und Gewerbe

Am Freitag wurde das neue Gewerbegebiet in Helmsdorf übergeben. Jetzt beginnt die Suche nach weiteren Flächen.

Von Anja Weber

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 Am Freitag wurde das Gewerbegebiet  in Helmsdorf offiziell übergeben.
Am Freitag wurde das Gewerbegebiet in Helmsdorf offiziell übergeben.

© Dirk Zschiedrich

  •  Am Freitag wurde das Gewerbegebiet  in Helmsdorf offiziell übergeben.
    Am Freitag wurde das Gewerbegebiet in Helmsdorf offiziell übergeben.
  • Staubtrocken ist es im Regenrückhaltebecken im Gebwerbegebiet. Um dieses gab es zuletzt Ärger. Nach dem Umbau fasst es die achtfache Menge.
    Staubtrocken ist es im Regenrückhaltebecken im Gebwerbegebiet. Um dieses gab es zuletzt Ärger. Nach dem Umbau fasst es die achtfache Menge.

Stolpen. In den letzten Monaten haben Experten auf dem Gelände an der Ziegeleistraße im Stolpener Ortsteil Helmsdorf Unmengen von Erdmassen bewegt, eine Straße gebaut, die Leitungen für Trink- und Abwasser verlegt. Der Regenwasserkanal einschließlich Rückhaltebecken ist fertig und die Löschwasserbehälter funktionieren. Am Freitag folgte nun der offizielle Akt.

„Wir freuen uns, diesen ersten Bauabschnitt übergeben zu können. Und wir danken den Bauleuten, die in den letzten Wochen auf dieser Fläche voll der Hitze ausgesetzt waren und durchgehalten haben“, sagt Stolpens Bürgermeister Uwe Steglich (FDP). Die Idee, an der Ziegeleistraße ein Gewerbegebiet anzubieten ist, alt. Konkret wurde es aber erst im Frühjahr 2017 mit den Planungsbeginn für die 17 000 Quadratmeter umfassende Fläche. Im Oktober 2017 starteten dann die Erschließungsarbeiten. Die Baukosten belaufen sich auf insgesamt 1,54 Millionen Euro. 1,3 Millionen Euro hat die Stadt als Zuschuss vom Freistaat erhalten.

Insgesamt vier Baugrundstücke stehen hier zur Verfügung. Allerdings sind schon drei verkauft. Ein Unternehmen baut bereits. Ein Grundstück mit einer Größe von rund 4 600 Quadratmeter ist noch frei. Die Stadt verkauft es für einen Preis von 16 Euro je Quadratmeter. Allerdings könne der Verkauf nur an förderfähige Unternehmen erfolgen, sagt der Bürgermeister.

Zuletzt sorgte die Erschließung des Gebietes für einige Aufregung (SZ berichtete). Anwohner befürchteten, dass zu wenig für den Hochwasserschutz getan wurde. Immerhin werden mit dem Gewerbegebiet neue Flächen versiegelt und das Wasser kann so schlechter ablaufen.

Aber offenbar wurde mit dem Regenrückhaltebecken im Gewerbegebiet eine Lösung gefunden, die auch das Landratsamt mitgetragen hatte. Nach der fachlichen Bewertung habe es keine Einwände gegen die Wasserableitung gegeben, sagte Umweltamtsleiterin Birgit Hertzog auf Anfrage der SZ im Mai dieses Jahres. Insgesamt dürften 79 Liter pro Sekunde in den Ziegeleigraben – und damit in den Stürzabach – eingeleitet werden. Bisher umfasste das Regenrückhaltbecken 120 Kubikmeter, künftig sind es 970 Kubikmeter.

Mit der Übergabe des neuen Gewerbegebietes steht die Stadt aber schon wieder am Anfang. Deshalb müssen noch weitere Flächen erschlossen oder auch vorgehalten werden. „In unserem Flächennutzungsplan sind unter anderem noch Areale zwischen dem Abzweig Heeselicht und dem Agroservice Langenwolmsdorf ausgewiesen. Wir werden uns Gedanken machen, wo wir die nächsten Gewerbeflächen entwickeln“, sagt der Bürgermeister.

Freie Flächen gibt es jetzt noch im Gewerbegebiet an der Bahnhofstraße in Stolpen. Dort stehen einige private Hallen frei. Platz ist auch unterhalb des Netto-Marktes in Stolpen. Diese Fläche ist allerdings ebenfalls in privatem Besitz. Dazu kommen einige bereits leerstehende Gewerbeobjekte und Ähnliches im Gemeindegebiet, allesamt in Privatbesitz.